[SPITZMARKE]DELMENHORST - DELMENHORST/LO - Mit einem Appell in der Feldwebel-Lilienthal-Kaserne hat der Befehlshaber Wehrbereichskommando I, Generalmajor Heinz-Georg Keerl, am Donnerstag die Logistikbrigade 1 offiziell in Dienst gestellt. Die einzige Brigade der Streitkräftebasis besteht aus rund 5000 Soldaten des Heeres, der Luftwaffe und der Marine. Etwa die Hälfte davon ist in Delmenhorst stationiert. Die Stadt avanciert damit zum neuntgrößten Bundeswehr-Standort.

Der Großverband hat die Aufgabe, die logistische Basis für deutsche Einsatzkräfte im jeweiligen Einsatzland sicherzustellen. Soldaten aus Delmenhorst sind u.a. in Afghanistan und in Kürze auch im Kongo als Logistik-Spezialisten vor Ort.

Keerl sagte in seiner Ansprache, er wünsche sich eine offene Diskussion in Politik und Gesellschaft darüber, „was Einsatzkräfte kosten dürfen beziehungsweise müssen“. Das Verteidigungsministerium sorge dafür, dass diejenigen, die im Einsatz sind, das Optimum zur Verfügung gestellt bekommen. In Deutschland könnten die Voraussetzungen für eine optimale Vorbereitung auf Auslandseinsätze allerdings noch verbessert werden.

Der Aufbau der Logistikbrigade innerhalb von zehn Monaten verdiene Anerkennung, unterstrich Keerl. Dass die Einsatzfähigkeit so schnell gewährleistet werden konnte, sei vielfach nicht für möglich gehalten worden.

Der Kommandeur der Logistikbrigade, Oberst Hermann Dooremans, verwies darauf, dass parallel zur Umgliederung bereits Soldaten für Auslandseinsätze ausgebildet und abgestellt werden mussten. „Wir kommen damit zum Teil an die Belastungsgrenze“, so der Oberst.