[SPITZMARKE]DELMENHORST - DELMENHORST/LO - Mit der Bestellung der Vertreter von 19 Verbindungskommandos im Bereich Weser-Ems ist gestern die zivil-militärische Zusammenarbeit in ganz Niedersachsen auf eine neue Grundlage gestellt worden. Während bislang die zivilen Katastrophenschutzbehörden mit aktiven Soldaten der Verteidigungsbezirkskommandos Kontakt hielten, kommt diese Aufgabe jetzt ausgewählten und speziell qualifizierten Reservisten zu.

Die Landkreise Ammerland, Aurich, Cloppenburg, Emsland, Friesland, Grafschaft Bentheim, Leer, Oldenburg, Osnabrück, Vechta, Wesermarsch und Wittmund sowie die kreisfreien Städte Delmenhorst, Emden, Oldenburg, Osnabrück und Wilhelmshaven erhielten ebenso eigene Verbindungsteams zugewiesen wie die Polizeidirektionen Oldenburg und Osnabrück. Die Teams bestehen aus ortsansässigen Reservisten mit Kommandeursqualifikation.

Die Verbindungskommandos unterstehen dem Landeskommando, das Oberst Paul Josef Bacher führt. Der von Oberst Heinz Hermann Meyer von Thun kommandierte Verteidigungsbezirk 24 mit Sitz in Oldenburg wird im Juni aufgelöst. Im Gegenzug errichtet das Landeskommando in Oldenburg ein regionales Planungs- und Unterstützungsteam.

Der Befehlshaber im Wehrbereich I Küste, Generalmajor Heinz-Georg Keerl, hat dieses Modell bereits in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern getestet. Die Erfahrungen seien ausgesprochen positiv, berichtete Keerl am Rande der Indienststellung in der Delmenhorster Kaserne.

Vor allem in Landkreisen, die durch die Strukturreform „soldatenfrei“ geworden sind, werde der enge Kontakt zu Reservisten vor Ort begrüßt. Es bleibe aber dabei, dass die zivilen Behörden im Katastrophenfall die Federführung behalten, sagte der General.