[SPITZMARKE]HANNOVER - HANNOVER/DPA - Erfolg oder Nicht-Erfolg der Verwaltungsreform bleibt unter den Landespolitikern umstritten. Während Innenminister Uwe Schünemann (CDU) zum Auftakt der Landtagssitzung erneut bekräftigte, der Haushalt sei durch die Reform bis Ende 2005 um 54 Millionen Euro entlastet worden, stellten Politiker der Opposition seine Berechnungen in Frage.

„Die Rechnung macht erneut keinen seriösen Eindruck“, sagte Hans-Albert Lennartz für die Grünen. Hunderte Beamte seien im Zuge der Reform in den Vorruhestand geschickt worden und belasteten den Landeshaushalt nun durch ihre Pensionen, kritisierte Sigrid Leuschner für die SPD. Nach der Abschaffung der Bezirksregierungen stünden die Kommunen mit ihren Problemen zudem allein und hätten keinen direkten Ansprechpartner mehr.

CDU-Fraktionschef David McAllister betonte hingegen, die Reform der Verwaltung sei ein „voller Erfolg“ gewesen, siebzig Prozent der Landesverwaltung seien mittlerweile neu geordnet. Zur Abschaffung der Bezirksregierungen habe es aus finanziellen Grünen keine Alternative gegeben, sagte McAllister. „Die Menschen im Lande vermissen diese Verwaltungsebene definitiv nicht.“