Der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) sagte auf der Tagung, er wolle die im Dezember auslaufende Kormoranverordnung um drei Jahre verlängern. Sander räumte ein, dass die Verordnung bisher nicht den gewünschten Erfolg gebracht habe.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Holger Ortel (Delmenhorst) sprach mit Blick auf den Tauchvogel von einer „schwarzen Pest”. Er forderte, die Liste der bejagbaren Tiere auf Dauer um den Kormoran zu verlängern. Auch gegen die Naturschützer wetterte der Politiker auf dem Papenburger Podium: „Angler weisen ihre Kenntnisse mit dem Angelschein nach, Jäger legen ebenfalls eine Prüfung ab, doch Umweltschützer dürfen sich selbst ernennen”, so Ortel, der auch Präsidiumsmitglied des deutschen Fischereiverbandes ist. Niedersachsen habe mit Umweltminister Sander „das große Los gezogen”, lobte Peter Mohnert, Präsident des Verbandes Deutscher Sportfische. Niedersachsen führte unter der Regie des Umweltministers als erstes Bundesland eine Kormoranverordnung ein, an der sich seit März auch die Verordnung im Bundesland

Sachsen orientiert. Für eine Reduzierung des Kormoranbestandes auf europäischer Ebene sprach sich der Generalsekretär des Deutschen Fischereiverbandes, Dr. Peter Breckling, aus.

Die europäische Wasserrahmen-Richtlinie war ein weiteres Thema auf dem Sportfischertag Weser-Ems.