Die Opposition im Landtag hat die Teilnahme am Bildungsgipfel des Kultusministers in der kommenden Woche abgesagt. Das klingt nach einem großen Eklat in der Landespolitik, ist aber eigentlich nur die logische Konsequenz aus den Ereignissen der vergangenen Wochen.
Minister Althusmann hatte alle Beteiligten in Niedersachsen an einem runden Tisch versammelt, um einen möglichst breiten Konsens für seine Schulreform zu erreichen. Der Beginn war vielversprechend. Plötzlich war sogar vom großen Schulfrieden die Rede, vom Ende des ideologischen Dauerstreits um die richtige Bildungspolitik.
Dieser Traum scheint vorerst ausgeträumt. Althusmann hat sich bewegt, doch er konnte der Opposition bei den Gesamtschulen nicht wirklich ein Angebot machen. Das verhinderten die Hardliner von CDU und FDP. Ohne Kompromiss ist eben auch kein Konsens möglich.
Und jetzt? Bleibt alles so wie es immer war. Aber in zwei Jahren dürfte es einen knallharten Wahlkampf geben. Hauptthema: natürlich die Schulpolitik.
