Iran will Atombomben bauen. Das glaubt der Westen, und er hat deshalb zuletzt Sanktionen verhängt, die das Land empfindlich treffen. Das Regime der Mullahs ist übrigens keineswegs homogen und fest gefügt. So gilt das Verhältnis zwischen Präsident Ahmadinedschad und Revolutionsführer Ali Chamenei als stark belastet, wenn nicht gar als zerrüttet. Einig sind sich beide nur darin, oppositionelle Kräfte mit brutalem Druck niederzuhalten.
Zunehmend scheint Israels Geheimdienst im Land des Erzfeindes mit Sabotageaktionen präsent zu sein. Der aktuelle und empörende Sturm eines Mobs auf die britische Botschaft soll diesen Provokationen von außen geschuldet sein, wurde indes wohl eher von Regime-Kräften in Szene gesetzt. Teheran vermag innenpolitische Probleme immer wieder mit Hinweis auf das Atomthema zu übertünchen: Denn das nukleare Programm gilt als größte nationale Errungenschaft. Ist es bedroht, versammeln sich prompt alle unter der iranischen Fahne selbst die Regimegegner.
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