Hannover/Berlin - Rund 250 sudanesische Flüchtlinge aus Hannover und ihre Unterstützer haben am Sonnabend in Berlin gegen Menschenrechtsverletzungen in dem afrikanischen Land demonstriert. Auf Transparenten verlangten sie unter anderem den Rücktritt von Staatspräsident Omar Al Bashir. Etwa 100 der Demonstranten seien aus Niedersachsen angereist, sagte eine Sprecherin. Weitere stießen in Berlin dazu. Sie zogen vom Wittenbergplatz bis zur sudanesischen Botschaft. Die Proteste verliefen laut Polizei ohne Zwischenfälle.

Seit Ende Mai protestieren mehr als 70 Sudanesen in einem provisorischen Zeltlager nahe dem Hauptbahnhof in Hannover gegen die deutsche Asylpolitik. Offiziell leben sie in Flüchtlingsunterkünften. Die Gruppe weigerte sich, das Zeltlager im Winter zu räumen. Ihr Camp werde so lange dauern, bis sie „in Würde und Freiheit“ leben könnten, kündigten sie an.