Man hatte sie angesichts anderer Ereignisse fast schon vergessen: die Terrorgefahr in Deutschland. Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann hat jetzt noch einmal ausdrücklich vor islamistischen Extremisten gewarnt. Die Anschläge von Stockholm und Frankfurt sowie mehrere gescheiterte Attacken bestätigen ihn. Es sind nicht die großen Terrorgruppen, sondern radikalisierte Einzeltäter, die schnell und überraschend zuschlagen können. Die Sicherheitsbehörden scheinen überfordert.

Mit einer Mischung aus Kontrolle und Aufklärung will Schünemann die ohnehin geringe Gefahr in Niedersachsen weiter senken. Etwas anderes bleibt ihm kaum übrig. Es muss vor allem darum gehen, den Scharfmachern in den Moscheen und im Internet den Boden zu entziehen. Aufrufe zu Anschlägen können nicht hingenommen werden. Die Islamschule in Braunschweig und die Umtriebe in Hannover bereiten den Behörden die größten Sorgen. Absolute Sicherheit ist aber eine Illusion.