Im Verkehrsministerium erlebte man bislang eine Achterbahnfahrt. Ramsauer erntet Lob.
Um diesen Artikel zu lesen, schließen Sie eines unserer Angebote ab oder loggen sich als Abonnent ein. Alle Inhalte auf NWZonline und in der NWZ-Nachrichten-App stehen Ihnen dann uneingeschränkt zur Verfügung.
FRAGE:
Herr Bröring, was bedeutet der Besuch von Verkehrsminister Ramsauer für das Testzentrum Lathen?
BRÖRING
: Es ist beachtlich, dass sich ein Bundesverkehrsminister so klar hinter die Transrapid-Technologie stellt. Das bedeutet ein Signal auch fürs Ausland, dass Deutschland den Transrapid nicht abgeschrieben hat.
FRAGE:
Andere haben den Glauben verloren?
BRÖRING
: Im Bundesverkehrsministerium habe ich eine Achterbahn-Erfahrung gemacht mal war man dafür, mal dagegen. Ich bin froh, dass diese Achterbahnfahrt zu Ende ist.
FRAGE:
Wo sehen Sie konkrete Verkaufs-Chancen für den Transrapid?
BRÖRING
: An Spekulationen, ob Brasilien oder Teneriffa zieht, will ich mich nicht beteiligen. Dieser Transrapid hat durch seine Technik und seinen geringen Landschaftsverbrauch dort eine Chance, wo große Höhenunterschiede abzuarbeiten sind. Und: In den letzten zwei Jahren hat sich ein ganz anderer Aspekt herauskristallisiert. Wir reden ununterbrochen über Elektromobilität. Nur auf Batterien zu setzen, ist jedoch der falsche Weg.
FRAGE:
Wo liegen die Alternativen?
BRÖRING
: Fachleute sagen, dass die Zukunft den Induktionsschleifen gehört. Und wenn wir über Induktionsschleifen reden, dann reden wir über eine Fahrbahn, wie sie der Transrapid nutzt. Diese Technik kann auch in Pkw, Omnibussen und Lastwagen eingebaut werden. So kriegt die Transrapidtechnik eine ganz neue Fahrt.
FRAGE:
Der Testbetrieb in Lathen muss weitergehen auch über 2010 hinaus?
BRÖRING
: Ja! Wir dürfen nicht Schluss machen, sondern müssen langen Atem beweisen. Ich will hier in Lathen eine eigene Gesellschaft für Elektromobilität mit dem Transrapid-Betreiber IABG gründen damit das Transrapidzentrum zu einem Kompetenzzentrum für Elektromobilität wird.