Vechta/Hannover - Ein Mitglied des von der hessischen Justiz entdeckten Neonazi-Netzwerks soll in der Justizvollzugsanstalt Vechta einsitzen. Es handele sich um einen männlichen Gefangenen, sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag in Hannover.
NWZ-Spezial zum Neonazi-Terror
Gegen den Strafhäftling gebe es den erhärteten Verdacht, dass er zur rechtsextremen „AD Jail Crew 14er“ gehört. „Derzeit laufen weitere Ermittlungen, es wurden Zellendurchsuchungen sowie Textkontrollen angeordnet“, erklärte der Sprecher. Zudem seien die Mitarbeiter in allen niedersächsischen Justizvollzugsanstalten für dieses Thema sensibilisiert worden.
Gegen den mutmaßlichen Neonazi werden auch strafrechtliche Ermittlungen geprüft. Das Alter des Verdächtigen nannte der Sprecher nicht. Auch seine Haftgründe wurden nicht genannt. Der konkrete Verdachtsfall habe sich aufgrund der Ermittlungen gegen Verdächtige in Hessen ergeben. Das bundesweit agierende geheime Netzwerk soll auch Kontakt zu der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe gesucht haben.
