Hannover - Wie gefährlich der Deutschsprachige Islamkreis (DIK) Hannover von niedersächsischen Sicherheitsbehörden eingeschätzt wird, macht die Sicherheitsanalyse zum Obama-Besuch („Gefährdungslagebild“) im vergangenen Jahr deutlich, die dieser Zeitung vorliegt. Danach stand die Moschee in der Kornstraße 25 während der Visite des US-Präsidenten unter genauer Beobachtung.

Das Gebetshaus gilt in Sicherheitskreisen als Brutstätte für gewaltbereite Islamisten. Nach Behördenerkenntnissen soll ein Mitbegründer des Vereins, Issam H., im Dschihad umgekommen sein. Zu den Besuchern gehören radikale Islamisten, die von Staatsschützern als Gefährder oder relevante Person eingestuft sind.

Auch bekannte Salafisten und Hassprediger wie Pierre Vogel und Muhamed Ciftci (Braunschweig) traten dort bereits als Vorbeter auf. Laut Sicherheitskreisen gibt es Bezüge zur salafistischen Prediger-Szene „Die wahre Religion“ in Köln.

Zu den Besuchern zählten auch die verurteilte IS-Attentäterin Safia S., die im Bahnhof von Hannover einen Polizisten niedergestochen hat, ihr Bruder Saleh sowie das terroristische Netzwerk im Umfeld der beiden. Auch der Salafist Dennis R., der durch den Verein „Der Schlüssel zum Paradies“ bekannt wurde, verkehrt in der DIK Moschee.

Viele Koranverteilungen der Aktion „Lies!“ in der Innenstadt von Hannover wurden von der Moschee aus gestartet. Dabei wurden auch Publikationen angeboten, die auf einer Verbotsliste stehen. Dafür sprach das Amtsgericht Hannover eine Verwarnung aus. Nicht ausgeschlossen, dass jetzt ein Moschee-Verbot folgt.