Debakel für den FC Landtag: Die fraktionsübergreifende Kicker-Truppe verlor den Länder-Vergleich gegen Abgeordnete aus Nordrhein-Westfalen in Nordhorn mit 3:14. Auch die Motivationsversuche von CDU-Torwart Wittich Schobert (Helmstedt) halfen nicht. Die Lage sei ernst, aber nicht aussichtslos, hatte der zur Halbzeit beim Stand von 0:8 erklärt. Was SPD-Rechtsaußen Thomas Oppermann (Göttingen) mit der Bemerkung kommentierte, das sage man in seiner Fraktion auch immer. Um eine Begründung für die Schlappe waren die niedersächsischen Balltreter indes nicht verlegen: Der Gegner sei vom NRW-Wahlkampf berauscht gewesen.
Verirrt in Hannover: Die Tücken der Großstadt bekamen in dieser Woche gleich zwei Abgeordnete aus dem Flächenland zu spüren: Der CDU-Politiker Norbert Böhlke (Seevetal) suchte verzweifelt das Innenministerium. Beim Landwirtschaftsressort wurde ihm der richtige Weg gewiesen. Er habe mit der Innenpolitik wenig zu tun, entschuldigte sich Böhlke. Noch schlimmer erging es dem Grünen-Politiker Hans-Jürgen Klein (Steinau). Der verlief sich beim Joggen im Stadtwald „Eilenriede“. Statt einer halben war Klein eineinhalb Stunden unterwegs. Seiner Kondition soll es nicht geschadet haben.
Zur Feier seines 60. Geburtstags hatte Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) eine illustre Gästeschar ins Weserbergland eingeladen. Unter den Gratulanten waren auch Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) und Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP). Letzterer betonte in seinem Grußwort, dass ihm ein echter 60er lieber sei als ein falscher 50er. Was als Kompliment für Sander gemeint war, kam bei Wulff gar nicht gut an. Er wolle seinen 50. jetzt nicht mehr feiern, erklärte Wulff pikiert. Der Ministerpräsident hat allerdings vier Jahre Zeit, es sich anders zu überlegen. Nur noch wenige Monate bleiben dagegen Justizministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU). Doch die hat sich offenbar schon entschieden: für eine richtige Party mit fetziger Musik.
