Oldenburg - In Anwesenheit von Generalbundesanwalt Harald Range ist am Montag der langjährige Behördenleiter der Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg, Horst Rudolf Finger (65), vom niedersächsischen Justizminister Bernd Busemann verabschiedet worden. Der Minister lobte die Verdienste Fingers und sein besonderes Engagement auf rechtspolitischer Ebene. Busemann dankte ihm im Namen der Landesregierung und der Justiz „für seine besondere Lebensleistung und seinen unermüdlichen Einsatz“. An dem Festakt im alten Oldenburger Landtag nahmen 200 Gäste des öffentlichen Lebens teil.
Finger, zweitdienstältester Generalstaatsanwalt Deutschlands, war insgesamt 35 Jahre in Diensten der Justiz. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft war er zunächst als Richter auf Probe tätig. „Mir war aber schnell klar, dass ich Staatsanwalt werden wollte“, sagte Finger am Montag.
So arbeitete er dann auch von 1979 bis 1990 als Staatsanwalt in Göttingen, wechselte erst ins Bundes- (1990 bis 1991), anschließend ins Landesjustizministerium, eher er 1994 Leitender Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg wurde. Am 2. Mai 1996 übernahm er in Oldenburg die Aufgabe des Generalstaatsanwaltes.
„Ich bin ein bisschen stolz auf mein Lebenswerk und auf das, was wir hier gemeinsam geschafft haben“, sagte Horst Rudolf Finger in seiner Dankesrede. Er bezeichnete die Weiterentwicklung und Neugestaltung der Fortbildung sowie die Zusammenarbeit mit den norddeutschen und niederländischen Kollegen als wichtige Schritte seiner Arbeit.
Als neuen Behördenleiter der Generalstaatsanwaltschaft führte Justizminister Busemann Andreas Heuer (49) ein. Der gebürtige Osnabrücker arbeitete nach dem Studium zunächst als Richter auf Probe (1991-1993), war anschließend bis 2004 als Staatsanwalt in seiner Heimatstadt tätig. Danach wurde er zum Oberstaatsanwalt ernannt, bevor er 2008 leitender Oberstaatsanwalt in Osnabrück wurde.
„Ich habe mit großer Freude dieses Amt übernommen. Es ist eine neue Herausforderung. Auch mir ist die Fortbildung der Kollegen grundsätzlich wichtig“, betonte Heuer. Der Vater von drei Kindern bezeichnete die zunehmende Kriminalität im Internet als einen Schwerpunkt der künftigen Arbeit.
