Ganz eilig hat es Landwirtschaftsminister Gert Lindemann nach seiner Zustimmung zur Elbvertiefung gehabt. Der CDU-Politiker war aber nicht auf der Flucht vor Journalisten, sondern musste den Zug nach Frankfurt erreichen. Lindemann besucht über Ostern Freunde in Namibia. Er sei gespannt auf das Programm, erklärte der Minister. Nein, Großwildjagd gehöre nicht dazu, eher Angeln im benachbarten Botsuana. Lindemann rechnet mit einem großen Fang, obwohl er nach eigenen Angaben vom Fischen wenig versteht. „Der Blödeste hat den größten Erfolg“, schmunzelte der Minister. Lieber Sambesi als Elbe.
Die Schleckerfrauen machten am Dienstag ihrem Unmut über die Insolvenz ihres Arbeitgebers und die Absage an eine Transfergesellschaft Luft. Die Demonstrantinnen zogen zunächst zur Staatskanzlei, um bei Ministerpräsident David McAllister (CDU) Dampf abzulassen. Der habe sie nach einem kurzen Gespräch zu Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) weitergeschickt, wurde in Hannover geunkt. Kein Wunder, schließlich hatten die Liberalen die Transfergesellschaft verhindert. Regierungssprecher Franz-Rainer Enste dementierte allerdings: „Es bestand von vorneherein der Wunsch, mit dem Wirtschaftsminister zu sprechen.“ Doch auch bei Bode bissen die Schleckerfrauen auf Granit.
