Gorleben - Bis auf weiteres soll wegen entdeckter Feuchtstellen kein schwach oder mittel radioaktiver Atommüll im dafür vorgesehenen Abfalllager Gorleben eingelagert werden. Darauf hätten sich die Betreiber-Gesellschaft GNS und Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) am Donnerstag verständigt, teilte das Ministerium in Hannover mit. Wenzel hatte zuvor die Anlage besichtigt.

Bei einer Begehung seien feuchte Stellen auf dem Hallenboden und Farbabplatzungen an einigen Gussbehältern festgestellt worden. „Die Ursachen sind bisher nicht geklärt“, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Hintergrund könnten starke Regenfälle oder Kondenswasserbildung sein. Auch im Transportbehälterlager für hoch radioaktive Stoffe sei ein konstruktionsbedingter Regeneintrag festgestellt worden, hieß es.

Im Abfalllager Gorleben werden Abfälle von Atomkraftwerken, Forschung und Industrie zwischengelagert. Der letzte Transport sei im Juli gewesen, hieß es aus dem Ministerium. Bis zum Abschluss der Prüfungen werde es keine weiteren geben.