[/VORSPAUTOR][AUTOR] - Der Nordwesten ist beim Katastrophenschutz im landesweiten Vergleich offenbar besonders gut aufgestellt. Dafür seien neben den Hilfsdiensten und Feuerwehren auch rund 2000 Soldaten im Oldenburger Land verantwortlich, sagte Oberstleutnant Knut Freter, Bundeswehr-Pressesprecher des Landeskommandos Niedersachsen, am Donnerstag in Oldenburg.
Zu der Tagung waren alle Leiter der 52 niedersächsischen Bezirks- und Kreisverbindungskommandos gekommen, um Erfahrungen auszutauschen und das kommende Jahr zu planen. „Es hat sich gezeigt, dass die Bundeswehr überall in Niedersachsen in der Lage ist, die örtlichen Behörden im Katastrophenfall zu unterstützen“, sagte der Kommandeur des Landeskommandos, Oberst Paul Josef Bacher.
Das Landeskommando präsentierte in Oldenburg Gefährdungsanalysen für alle Regionen Niedersachsens. Zu den wichtigsten Aufgaben im Nordwesten gehören demnach der Hochwasser- und Küstenschutz sowie die Wahrung der Sicherheit auf den Autobahnen.
Im Jahr 2007 hatte die Bundeswehr ihre Kommandobehörden an die föderalen Strukturen der Bundesländer angepasst. Seither liegen die Aufgaben des Landeskommandos vor allem in der zivil-militärischen Zusammenarbeit. Die Soldaten koordinieren militärische Hilfseinsätze bei Naturkatastrophen und anderen Unglücksfällen mit der zivilen Verwaltung und den Hilfsorganisationen.
Es wurden 52 Verbindungskommandos aufgestellt, die ausschließlich von Reservisten der Bundeswehr geleitet werden. Der wesentliche Vorteil der neuen Strukturen liegt für Freter auf der Hand: „Die eingesetzten Reservisten stammen aus den jeweiligen Regionen. Sie haben einen lokalen Bezug und kennen ihre Region und Ansprechpartner.“
Zu den bisher größten Einsätzen der Verbindungskommandos zählten die Bekämpfung des Hochwassers der Innerste bei Hildesheim und die Beseitigung der Sturmschäden auf Straßen und Schienen durch den Orkan Kyrill (beides 2007).
