WARNEMüND - Die Bundeswehr rüstet sich als „Armee im Einsatz“ auch zur See für neue Aufgaben. Am Mittwoch wurde in Warnemünde mit der „Braunschweig“ dafür die erste Korvette einer neuen Generation in Dienst gestellt. Die Schiffe sind vor allem für Überwachungsaufgaben in Randmeeren und Küstengewässern entwickelt worden und können erstmals auch Landziele über größere Entfernungen bekämpfen. Die Boote gelten als die modernsten in der NATO und sind zudem für Evakuierungsoperationen ausgelegt.

Vor ihrer Indienststellung hatte die „Braunschweig“ mit einer Reihe von Pannen zu kämpfen. Dabei reichten die Probleme von der Maschine über die Ruderanlage bis zum computergestützten Bordsystem. Außerdem gab es eine Havarie im Nord-Osteseekanal Ende vergangenen Jahres, die einen der beiden Antriebpropeller zerstörte. Um die Korvette schnellstmöglich wieder seetüchtig zu machen, wurde auf der Werft ein intakter Propeller des Schwesterschiffes „Oldenburg“ einfach abmontiert. Die Korvette „Oldenburg“ soll im kommenden Jahr in Dienst

gestellt werden.