WASHINGTON - Das Internet hat eine Schlüsselrolle bei Volksbewegungen in Ägypten oder im Iran gespielt – doch im Gegenzug sehen Menschenrechtler auch mehr staatliche Versuche, das Netz zu kontrollieren. Immer mehr Regierungen wollen den Fluss der Informationen im Internet regulieren oder einschränken, warnte die nichtstaatliche Organisation Freedom House in den USA.

China, wo zahlreiche Webseiten schlicht unzugänglich sind, sei nach wie vor ein Musterfall bei der Härte der Überwachung. „Aber auch in demokratischeren Ländern wie Brasilien, Indien, Indonesien, Südkorea, Türkei und Großbritannien wird die Internet-Freiheit untergraben – durch rechtliche Bedrohungen, undurchsichtige Zensur oder zunehmende Überwachung“, heißt es im Bericht „Freedom on the Net 2011“. Für die mehr als 400 Seiten umfassende Studie wurden 37 Länder unter die Lupe genommen.