Hannover - Ein sehr beliebter Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), die Flüchtlingskrise das größte Problem für die Bürger und nahezu festbetonierte politische Lager in Niedersachsen – die Delegierten des Kleinen SPD-Parteitags fuhren am Wochenende mit einer sehr interessanten Forsa-Umfrage im Gepäck wieder nach Hause. Die Aufgaben für das Kommunalwahljahr 2016 sind nicht kleiner geworden.
„Hammerhart“ nennt Weil die Herausforderungen der Flüchtlingsintegration. Die Niedersachsen sehen es genauso. Für 55 Prozent der Bürger steht das Thema ganz oben auf der Agenda. Erst mit weitem Abstand folgen die Schul- und Bildungspolitik (17 Prozent), der VW-Skandal (13 Prozent) und Arbeitslosigkeit (7 Prozent). Abgeschlagen rangieren Finanzen, Verkehr, Landwirtschaft, Wirtschaft, Kriminalität, Wohnen, Kinderbetreuung und Energiepolitik. Dass der amtierende Ministerpräsident die Probleme lösen kann, signalisiert die Frage nach der Zufriedenheit mit der Arbeit Weils: Hinter der 59-prozentigen Zustimmung stecken 80 Prozent von SPD-Anhängern und 71 von Grünen-Sympathisanten, aber auch im CDU-Lager sind 58 Prozent zufrieden mit dem SPD-Regierungschef. Weil wandelt in der Landespolitik auf Merkels Spuren.
Der Vertrauensbonus schlägt sich aber kaum auf die Werte für die SPD durch. Gemessen am letzten Landtagswahlergebnis liegen die politischen Lager weiter Kopf an Kopf mit fast unveränderten Werten. Die CDU (35 Prozent) rangiert vor den SPD (33 Prozent), den Grünen (14 Prozent), der FDP (6 Prozent) sowie Linke und AfD (4 Prozent).
