Hannover - Einen Monat nach dem Scheitern der jüngsten Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern reist der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil in den Nahen Osten. Von Sonnabend bis Dienstag will sich der SPD-Politiker in seiner Rolle als Bundesratspräsident über die als zerfahren geltende Situation informieren und sich der deutschen Vergangenheit stellen. So steht bei Weils erster Reise nach Israel ein Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem auf dem Programm, die an die Judenvernichtung im Zweiten Weltkrieg erinnert.

„Ich will klarmachen, dass die Vergangenheit nicht vergessen ist, dass sie gerade von den Bundesländern bewusst weiter aufgearbeitet wird“, sagte Weil. Neben dem Gedenken an den Holocaust sind mehrere Gespräche mit ranghohen Politikern geplant. So trifft Weil (55) neben anderen in Jerusalem voraussichtlich den israelischen Präsidenten Schimon Peres.

Begleitet wird Weil unter anderem von Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) und der stellvertretenden Leiterin der Gedenkstätte Bergen-Belsen, Katrin Unger.