Hannover/Kleinensiel - Das stillgelegte Kernkraftwerk Unterweser soll nach dem Willen der niedersächsischen Landesregierung nicht als Zwischenlager für Atommüll dienen. Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hatte den Standort in der Wesermarsch ins Gespräch gebracht. „Wir werden uns jetzt insbesondere Brunsbüttel und Unterweser noch mal genau anschauen und dann einen Vorschlag machen, den wir mit den betroffenen Bundesländern diskutieren werden“, sagte Altmaier der „Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung“ (Dienstag).
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) reagierte ablehnend. Niedersachsen habe in den vergangenen Jahrzehnten die Hauptlast bei der Entsorgung radioaktiver Abfälle getragen. „Unser jetzt gefundener Konsens sieht eine faire Lastenverteilung zwischen Bund und allen Ländern vor. Deshalb sind jetzt auch die anderen dran“, teilte er mit. Nach dem Neustart bei der Suche nach einem Atommüll-Endlager sollen keine Behälter mehr ins niedersächsische Gorleben gebracht werden.
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