Hannover - Die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen in Niedersachsen hat abgenommen. Das berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ und beruft sich dabei auf eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen. Die Wissenschaftler hätten im Zweijahresabstand rund 10 000 Neuntklässler zu ihren Erfahrungen befragt – als Opfer und Täter.
„Wir verzeichnen einen erkennbaren Rückgang der Jugendkriminalität“, wird eine Verfasserinnen der Studie zitiert. Gründe seien etwa geringerer Alkoholkonsum, eine größere Bereitschaft von Lehrern zu intervenieren sowie eine stärker den Kindern zugewandte Erziehung von Eltern. Jugendliche seien aber noch immer recht oft Gewalt ausgesetzt. So habe etwa jeder vierte Befragte in seinem Leben physische Gewalt erleben müssen. Dazu werden Körperverletzungen, sexuelle Gewalt und Erpressung durch Gewaltandrohung gerechnet.
