Ein mittelgroßer Reporter brachte in dieser Woche den Ministerpräsidenten zum Schmunzeln. Der TV-Journalist musste sich beim Wulff-Besuch im Vareler Airbus-Werk auf einen kleinen Koffer stellen, um dem CDU-Politiker das Mikro reichen zu können. Wulff fühlte sich fatal an den Ex-Kanzler erinnnert. „Das ist wie bei Gerhard Schröder“, feixte er. Nur dass der eine doppelt so große Apfelsinenkiste benötigt habe.
Dass er einmal modischer Trendsetter werden könnte, hätte sich Innenminister Uwe Schünemann (CDU) nicht träumen lassen. Auch bei Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel sprießt jetzt ein verwegener Drei-Tage-Bart. So spare er täglich zehn Minuten fürs Rasieren, erklärte Wenzel den plötzlichen Wildwuchs. Seine neunjährige Tochter Laila findet die Stoppelei eher unangebracht: „Papa, Du hast eine schreckliche Frisur am Kinn.“
An einen vorgezogenen Aprilscherz glaubte man bei CDU, SPD und FDP als der Wahlkampf-Aufruf der Grünen ins Haus flatterte: Keine Plakatierung vor Weihnachten. SPD-Landeschef Garrelt Duin zeigte sich erstaunt über den angeregten Starttermin 2. Januar 2008: „Wie lange dauert denn Weihnachten bei den Grünen?“ Zu Ostern will er der Öko-Partei einen Kalender schenken, in dem alle Feiertage rot markiert sind. FDP-Fraktionschef Philipp Rösler erinnerte die Grünen daran, dass sie im Kommunalwahlkampf 2006 weit vor allen anderen Wahlplakate aufgestellt hatten.
Dann wäre da noch der Kampf von Gewerkschafter Hubertus Schmoldt für das Gemüse zu erwähnen. „Faire Rahmenbedingungen für Braunkohl“, forderte der IGBCE-Boss per Pressemitteilung. Künftig will sich Schmoldt aber wieder mehr für Braunkohle einsetzen.
