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WILDESHAUSEN -
Erstmals hat sich Frank Eger, Landrat des Landkreises Oldenburg, gegenüber der Politik zu den gegen ihn erhobenen Korruptionsvorwürfen geäußert. Auf Anraten seines Anwalts nahm er am Montag allerdings nur in der nicht-öffentlichen Kreisausschusssitzung Stellung. Vertreter aller Fraktionen zeigten sich am Ende der gut zweistündigen Sitzung weitgehend zufrieden.
Der Landrat hat umfassend geantwortet, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Detlef Sonnenberg. Weiterhin Bedarf an einer öffentlichen Aufklärung hat die CDU-Fraktion. Sie hatte Eger im Vorfeld 33 Fragen zukommen lassen, die er schriftlich beantworten sollte. Laut CDU-Fraktionschef Herwig Wöbse liege nun eine Fülle an Informationen vor. Er bedauerte, dass die Antworten nicht schriftlich vorlägen um Missverständnisse zu vermeiden. Nach
NWZ
-Informationen soll von der Sitzung kein Wortlautprotokoll angefertigt werden. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück, zuständig für Korruptionsbekämpfung, ermittelt gegen Eger und weitere Personen wegen des Verdachts der Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung. Von einer Oldenburger Seniorenimmobilien-Firma soll jahrelang Geld an eine Firma von Egers getrennt lebender Ehefrau Katrin geflossen sein. Eger wie der Geschäftsführer bestreiten die Vorwürfe. Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer sprach gegenüber der
NWZ
von komplizierten wirtschaftlichen Verflechtungen.Derweil hat das Niedersächsische Innenministerium eine Stellungnahme angefordert. Wie Erster Kreisrat Carsten Harings der
NWZ
sagte, seien alle Arbeitsabläufe im Kreishaus korrekt verlaufen, die Mitarbeiter stünden nicht im Fokus der Ermittlungen.