WILHELMSHAVEN/HANNOVER - Nach dem Wirbel um die Bauauftragsvergabe für den

Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven schließt Niedersachsens

Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) personelle Konsequenzen nicht

aus und rückt vom Leiter der Stabsstelle für den Jade-Weser-Port, Joachim Erdmann, ab. Erdmann gilt als mitverantwortlich für die Pannen im bisherigen Verfahren.

Unterdessen wurde am Dienstag bekannt, dass mit der Hamburger Firma Wayss & Freytag noch ein weiterer Anbieter im Rennen um den Bauauftrag ist. Das Unternehmen war bereits frühzeitig aus dem Bieterverfahren ausgeschieden. Jetzt wurde ihm aus formaljuristischen Gründen die Möglichkeit eingeräumt, innerhalb von zwei Wochen Widerspruch gegen eine Vergabe an die Bunte-Gruppe einzulegen.

Auch das politische Tauziehen um den Jade-Weser-Port wird heftiger. Bei der öffentlichen Sondersitzung von Haushalts- und Wirtschaftsausschuss des Landtags musste sich Hirche gegen heftige Vorwürfe der Opposition wehren. „Hirche ist für das ganze Debakel verantwortlich“, sagte Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel in der hitzigen Debatte.

Die Opposition forderte mehr Einblicke in die Arbeit der Realisierungsgesellschaft und der Vergabeteams. „Wir sind bisher nicht umfassend und sachgerecht informiert worden“, kritisierte der SPD-Abgeordnete Gerd Will.

Die ausführlichen Berichte lesen Sie am Mittwoch in Ihrer NWZ.

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