WILHELMSHAVEN - Ein Berliner, ein Magdeburger und zwei Schweizer werden von Sonnabend an Geschichten über das Wattenmeer schreiben. Zwei Monate lang werden die vier an voraussichtlich 20 Orten Geheimnisse des UNESCO-Welterbes Wattenmeer aufspüren, wie das Gemeinsame Wattenmeersekretariat am Dienstag in Wilhelmshaven mitteilte.
Die verfassten Stücke sollen die Verbundenheit der Menschen mit dem Wattenmeer zum Ausdruck bringen und dazu beitragen, die Natur auch für die kommenden Generationen zu bewahren.
Die vier Teilnehmer hatten sich zu Jahresbeginn für die gemeinsame Initiative der niedersächsischen und schleswig-holsteinischen Umweltministerien und der Nationalparkverwaltungen Wattenmeer beworben. Für das Projekt stehen ihnen ein Notebook, eine Foto- und Videokamera sowie ein Mietwagen zur Verfügung. Die Kosten für Anreise, Unterkunft und Verpflegung werden von den Ländern und der EU übernommen.
Die Natur am Meer und das Watt sind einzigartig, sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) mit Blick auf die Initiative. Wer noch nie barfuß im Watt unterwegs gewesen sei und die Natur dabei so intensiv gefühlt habe, verpasse etwas.
Sein niedersächsischer Amtskollege David McAllister (CDU) sagte: Wir müssen nicht in den Flieger steigen, um spektakuläre Naturschauspiele zu erleben. Im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer warte eine beispiellose Küstenlandschaft auf die Besucher.
Die Wattenmeerregion ist dem Gemeinsamen Wattenmeersekretariat zufolge eines der beliebtesten inländischen Reiseziele. Im vergangenen Jahr verzeichnete die deutsche Nordseeküste 37 Millionen Gästeübernachtungen.
