WILHELMSHAVEN/SALALAH - Die Fregatte „Emden“ liegt weitab von der Stadt Salalah im Sultanat Oman an einer Mole nahe einer Containerbrücke. In der Offiziersmesse empfängt Kommandant Michael Giss Gäste aus Deutschland, die sich ein Bild vom Einsatz der deutschen Marine im Anti-Terror-Kampf am Horn von Afrika machen wollen.

Verteidigungsstaatssekretär Thomas Kossendey (Edewecht, CDU) und seine Bundestagskollegen Hans-Peter Kammer (Zetel, CDU), Karin Evers-Meyer (Zetel, SPD) und Angelika Brunkhost (Harpstedt, FDP) erfahren, welche Erfolge es gegeben hat: Gelungene Untersuchungen verdächtiger Handelsschiffe, Anerkennung der internationalen Partner im Hauptquartier Bahrein, zuletzt der Fund mehrerer Tonnen Drogen. Kommandant Giss und seine Besatzung verschweigen allerdings auch nicht die Probleme und Widrigkeiten, die immer wieder das Nervenkostüm strapazieren.

Ohne ständige Unterstützung von technischen Fachleuten aus Deutschland wäre der Einsatz der „Emden“ nicht möglich.. Der „Tiger der Nordsee“, wie das Schiff von der Besatzung liebevoll genannt wird, ist in die Jahre gekommen. Aber nicht nur die 25 Einsatzjahre, sondern auch „sparsame Instandsetzungen“ nagen am Schiff.

Besonders schwach auf der Brust ist die Kommunikationsausstattung: Der wichtige Datenaustausch mit der Verbandsführung dauert quälend lange. Für private E-Mails der Besatzung bleibt kein Platz. Trotzdem zeigt sie sich gut gelaunt und motiviert – auch als am Tag nach dem Politikerbesuch der Einsatz wegen einer Panne unterbrochen werden musste.