Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Islamismus Zahl der Salafisten steigt weiter an

Franziska Kückmann

Hannover/Osnabrück - Die Zahl der Salafisten in Niedersachsen steigt. Nach Angaben des Innenministeriums belief sich die Zahl im Jahr 2013 auf 330 im Land lebende Anhänger dieser Ideologie, während es im Jahr 2012 noch 300 sowie 275 im Jahr 2011 waren. Das geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der CDU hervor. Auch bundesweit würden steigende Zahlen dokumentiert.

Als Zentren des politischen Salafismus im Land gelten demnach Hannover und Braunschweig. „Ganz überwiegend sind die in Niedersachsen auftretenden Vereine dem politischen Spektrum des Salafismus zuzuordnen“, heißt es in dem Dokument, das der Neuen Osnabrücker Zeitung vorliegt.

Kritik an Innenminister

Die CDU warf Innenminister Boris Pistorius (SPD) vor, noch kein Konzept zum Kampf gegen den Islamismus vorgelegt zu haben. „Weiterhin fehlen qualifizierte Aussteigerprogramme für desillusionierte Syrien- oder Irakrückkehrer“, sagte die CDU-Innenpolitikerin Angelika Jahns. Die traumatischen Erfahrungen in den Kriegsgebieten machten sie zu einer potenziellen Gefahrenquelle – eine unkontrollierte Rückkehr nach Niedersachsen müsse deshalb vermieden werden.

Vermehrt würden salafistische Akteure in Syrien auch aus Deutschland materiell unterstützt – etwa durch Spendenaufrufe in Moscheegemeinden oder im Internet. Eine neue Aktionsform stelle die „Kuchen-gegen-Spende-Aktion“ dar, genannt „Cake Day“. Diesen öffentlichen Kuchenverkauf hätten Salafisten bisher mehrfach in Hannover abgehalten. Regelmäßig habe der Verein „Afrikabrunnen“ dabei in Hannover für seine Ziele geworben. Das Innenministerium räumt allerdings ein: „Es ist kaum möglich zu differenzieren, ob die jeweiligen Spenden als humanitäre Hilfsleistungen der syrischen Zivilbevölkerung zugutekommen oder ob sie der Unterstützung jihadistischer Gruppierungen dienen.“

Vereine mischen mit

Zuvor waren Salafisten bundesweit bereits durch die Aktion „Lies mich!“ aufgefallen, bei der Korane in Innenstädten verteilt wurden. Der Vorsitzende des „Afrikabrunnens“ war am Sonntag nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Hoffen auf reges Interesse für die Schmetterlingswochen: Landschaftsökologe Felix Närmann (l.) und Thorsten Kuchta von der Geschäftsstelle Masterplan Ems 2050.

SCHMETTERLINGSWOCHEN IN MOORMERLAND Forschungen förderten eine große Vielfalt an Faltern zutage

Axel Pries
Moormerland
Fordert Verbesserungen für die Opfer des SED-Regimes: Evelyn Zupke (62), frühere Bürgerrechtlerin und SED-Opferbeauftragte beim Deutschen Bundestag

STREIT UM ANGEKÜNDIGTE VERBESSERUNGEN Warum SED-Opfer der Bundesregierung „Wortbruch“ vorwerfen

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Der Klosterpark Oestringfelde ist sozusagen die „grüne Lunge“ von Schortens und beliebtes Ausflugsziel. Dort stehen unter anderem mehrere alte Eiben.

FÖRDERMITTEL FÜR KLOSTERPARK Juwel der Stadt Schortens soll mit 1,387 Millionen Euro weiterentwickelt werden

Jeversches Wochenblatt
Schortens
„Darüber müssen wir nochmal reden“
Pro-palästinensische Proteste vor der US-Botschaft in Jakarta (Indonesien): Im Hintergrund ist das KI-generierte Bild „all eyes on Rafah“ zu sehen. Dieses geht zurzeit in den „sozialen Medien“ viral.

KOLUMNE ZU „ALL EYES ON RAFAH“-KI-BILD Erst recherchieren, dann teilen

Luise Charlotte Bauer
Der ehemalige Geschäftsführer des Klinikums Wilhelmshaven, Reinhold Keil.

PROZESS GEGEN WILHELMSHAVENS EX-KLINIKUMS-GESCHÄFTSFÜHRER Fehlende Qualifikation bei Bewerbung nicht überprüft

Lutz Rector
Wilhelmshaven