Hannover - Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat am Mittwoch gemeinsam mit Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) die neue Landeszentrale für politische Bildung eröffnet. Er freue sich über dieses neue „Kompetenzzentrum der Demokratie“, sagte Weil in Hannover. Leiterin der Zentrale ist die katholische Theologin Ulrika Engler.
Ministerin Heinen-Kljajic sagte, die Landeszentrale werde auf gänzlich neue Konzepte setzen. Unter anderem solle sie Schulen, Vereine und Kirchen vernetzen, „um eine breite Allianz gegen Rechtspopulismus zu schmieden“. Die Zielgruppen der Arbeit sollten verstärkt auch über soziale Netzwerke erreicht werden.
Bis 2004 gab es in Niedersachsen bereits eine Landeszentrale für politische Bildung. Sie war allerdings von der damaligen schwarz-gelben Landesregierung unter Christian Wulff (CDU) abgeschafft worden. Die neue niedersächsische Landeszentrale setzt weniger auf Printmedien. Die Herausgabe von eigenen Info-Blättern ist nicht geplant, ebenso wenig wird es in Hannover eine Leihbibliothek geben. Direktorin Ulrika Engler will das Angebot vor allem über elektronische Medien verbreiten.
Im Vordergrund der Arbeit steht die Vernetzung der einzelnen Akteure, die in der politischen Bildung in Niedersachsen jetzt schon aktiv sind. Dazu zählen auch Träger von Erwachsenen- und Jugendbildung, Sozialverbände, Initiativen, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände.
