ZETEL - Der Wassertourismus bekommt in Zukunft neue Möglichkeiten, von denen auch die Küstenregion profitieren kann. Nach Auskunft des CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Werner Kammer hat das Parlament das Verkehrsministerium dazu aufgefordert, durch ein Maßnahmepaket die Sportschifffahrt zu erleichtern und noch sicherer zu machen. Kammer hatte einen entsprechenden Antrag im Bundestag vorbereitet.
Zentraler Punkt ist die Anhebung des führerscheinfreien Bereiches in der Sportschifffahrt von 5 auf 15 PS. Das mache den Wassersport noch attraktiver und befreie ihn von inzwischen unzeitgemäßen Gängeleien. Außerdem sollen Hausboote mit Charterscheinen auf mehr für sie geeigneten Gewässern zugelassen werden.
Besonders interessant für die Küste ist nach Kammers Einschätzung die Reform des Führerscheinwesens. Wassersportführerscheine werden in Zukunft modular aufgebaut sein. Dies gelte auch für Sonderprüfungen. Kammer: „Wir wollen, dass die Wassersportler nur das lernen müssen, was sie auch tatsächlich brauchen. Wir wollen aber auch, dass die Wassersportler das, was sie brauchen, auch tatsächlich lernen. Deshalb muss in der Ausbildung stärker als bisher auf relevante praktische Grundfähigkeiten abgestellt werden. Die beste Theorie nützt nichts, wenn es in der Praxis nicht klappt.“
Gleichzeitig werde die Sicherheit auf Deutschlands Gewässern durch einen stärkeren Praxisanteil in der Ausbildung erhöht.
Im Interesse der Sicherheit auf dem Wasser solle die Bundesregierung die Verbände dabei unterstützen, bis Ende 2016 ein einheitliches Qualitätssiegel zu schaffen, das Mindeststandards bei der Ausbildung garantiert. Damit würde Qualität für den Verbraucher leichter erkennbar.
Kammer zeigt sich optimistisch, dass das Verkehrsministerium den Arbeitsauftrag noch rechtzeitig vor Beginn der Saison abarbeitet: „Das wäre ein schöner Schub für den Tourismus bei uns!“
