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Neue Wege in Umweltbildung Zoo Hannover ist ein Lernort für den Artenschutz

Beim Artenschutz-Wettbewerb „Zap!“ belegte die 5. Klasse des Gymnasiums Lemwerder den dritten Platz. Zoo-Geschäftsführer Andreas Casdorff (3.v.li.) ehrt die Gruppe.

Beim Artenschutz-Wettbewerb „Zap!“ belegte die 5. Klasse des Gymnasiums Lemwerder den dritten Platz. Zoo-Geschäftsführer Andreas Casdorff (3.v.li.) ehrt die Gruppe.

Zoo Hannover

Hannover - Im Zoo Hannover macht der Artenschutz Schule: Der Tierpark hat erstmals gemeinsam mit dem niedersächsischen Umweltministerium den Artenschutzpreis „Zap!“ ausgelobt. Mehr als 1000 Schülerinnen und Schüler haben sich in über 500 Unterrichtsstunden eingehend mit dem Thema „Amphibien“ beschäftigt, berichtet Zoo-Sprecherin Simone Hagenmeyer. Im Rahmen eines Erlebnistags wurden in drei Alterskategorien die Preise im Gesamtwert von 10.000 Euro ausgeschüttet. Zu den erfolgreichen Teilnehmern gehörte auch die 5. Klasse des Gymnasiums Lemwerder (Wesermarsch), das auf Platz 3 landete.

„Insekten in Gefahr“

Ab dem 9. September präsentiert der Zoo Hannover die einzigartige Makrofotografie-Ausstellung „Extinct & Endangered – Insekten in Gefahr“ des American Museum of Natural History, New York, über bedrohte und ausgestorbene Insekten. Die Fotografien des preisgekrönten Fotografen Levon Biss wurden nach Angaben des Zoos bislang nur in New York und den Vereinigten Arabischen Emiraten gezeigt. „Präsentiert in 300-facher Vergrößerung wird jedes noch so dünne Haar einer Biene, jede Falte im pergamenten Schmetterlingsflügel sichtbar“, heißt es in der Ankündigung des Tierparks. Bliss’ Werke sind auf zwei bis drei Meter großen Tafeln zu sehen. Die begleitende Ausstellung betont die Risiken, denen Insekten ausgesetzt sind – infolge menschlicher Aktivitäten. Der Zoo will Lösungen zeigen, wie jeder den Insekten helfen kann.

Amphibien bedroht

Etwa 40 Prozent aller Amphibien sind vom Aussterben bedroht, teilte der Erlebnis-Zoo mit. Darum wurde dieses Thema gewählt. Die Schülerinnen und Schüler nutzten diverse Möglichkeiten für ihre Beiträge. Sie erstellten Steckbriefe von einheimischen Amphibien, zeigten die Unterschiede zwischen Frosch und Kröte auf, informierten über einen eigenen Instagram-Account oder legten einen Amphibienteich an. Die Teilnehmenden seien zu Retterinnen und Retter für die Amphibien geworden, meinte Zoo-Geschäftsführer Andreas Casdorff. In der nächsten Runde des Schul-Wettbewerbs „Zap!“ geht es laut Hagenmeyer um sogenannte Schlüssel-Arten („Keystone Species“), die eine besondere Rolle in dem Ökosystem spielen, in dem sie leben. Das können Wildbiene, Wolf, aber auch Elefant oder Gorilla sein.

Schüler-Tickets begehrt

Der hannoversche Zoo lag im Jahr 2022 erstmals nach der Corona-Zwangspause mit 929.000 Euro wieder im Plus. Der Absatz der Tageskarten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent auf knapp 593.000. Auch der Verkauf von Jahreskarten konnte auf fast 98.000 (2021: rund 82.000) gesteigert werden, berichtete Casdorff. Auch in den Bereichen Gastronomie, Veranstaltung sowie Merchandising wurden deutliche Steigerungen verbucht, so dass ein Gesamtumsatz von 27,2 Millionen Euro erwirtschaftet werden konnte. Zum Vorjahr stelle dies einen Zuwachs um 40,6 Prozent dar; zum „Vor-Corona-Jahr 2019“ liege die Steigerung bei 4,7 Prozent. 2023 halte der Trend an. Wie wichtig der Zoo als außerschulischer Lernort sei, zeige der Absatz der Schüler-Tickets von 3,50 Euro pro Person: Mehr als 76.000 Jugendliche haben den Tierpark mit seinen Angeboten für Bildung für nachhaltige Entwicklung im Vorjahr besucht.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent
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