Norden - Das Jugendparlament (JuPa) in Norden will der Jugend einer Stimme geben – und sich gegen Diskriminierung in jeglicher Form stark machen. Diesen wichtigen Punkt besprach das Gremium in seiner jüngsten Sitzung. Angedacht ist demnach eine Sticker-Aktion: Diese sollen erstellt, eingekauft und schließlich verteilt werden, um ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung zu setzen. „Dieses Thema ist generell einer unserer Hauptpunkte“, sagt Jugendbürgermeister Merle Gatena zur Intention. Die 18-Jährige sprach von einem wichtigen Thema, das in Ostfriesland „noch nicht so ganz angekommen“ sei. Seitens des Fachdienstes Jugend, Schule, Sport und Kultur der Stadt wird die Idee unterstützt – allerdings wurde darauf hingewiesen, die Aktion mit bedacht zu starten.
Aufklärungsarbeit möchte das JuPa auch in Sachen Umweltschutz leisten. Beteiligt hatten sich die Mitglieder bereits an der jüngsten Fridays-for-Future-Demo in Norden und diese gemeinsam mit der örtlichen Klimagruppe auf die Beine gestellt. Die Folgen des Klimawandels wollen sie nun auch bei Präsentationen in Schulen erläutern und auf das Thema aufmerksam machen. Wie das konkret aussehen könnte, steht aber noch nicht fest. Die Schulen sollen dafür zunächst angesprochen und befragt werden, ob diese Idee überhaupt Anklang findet.
Angebote für Jugendliche schaffen
Neben der Aufklärungsarbeit gibt es noch ein weiteres wichtiges Ziel: Mehr Angebote für die Jugendlichen in Norden schaffen. So ist ein Filmabend im Jugendhaus geplant. Insgesamt wolle man das Jugendhaus noch mehr beleben und attraktiver machen, um so einen Anziehungspunkt für noch mehr Jugendliche zu schaffen. Beim Sommerfest der Stadt Norden wollen sich die gewählten Vertreter ebenfalls einbringen. Die Idee: Auf einer Bühne sollen verschiedene Bands und Künstler auftreten können, die von den Jugendlichen ausgewählt wurden und deren Zielgruppe ansprechen. So könnte das einstige „North Coast Festival“ ein stückweit wieder aufleben. Nutzen könnte das JuPa dafür auch die Bühne der Stadt. Als Budget steht dem Gremium insgesamt 4000 Euro im Jahr zur Verfügung. In die konkreten Gespräche will man zeitnah einsteigen.
