Rechtsupweg - Erst hat es lange, sehr lange gedauert. Nachdem aus der ehemaligen Kultdiskothek Allotria die letzten Nachnutzer ausgezogen waren, stand das Gebäude an der Rechtsupweger Hauptstraße viele Jahre lang leer. Schnell war in der Bevölkerung – und später auch im Rat der Gemeinde – vom „Schandfleck“ am Dorfeingang die Rede. Im Dezember und Januar ging dann aber alles ganz schnell. Erst wurde das Disko-Gelände eingezäunt, dann kamen Bagger und anderes schweres Gerät auf das Grundstück. Tag für Tag konnte man mitverfolgen, wie die Backsteinmauern des Allotria niedergerissen wurden. Nun ist an der Hauptstraße nur noch ein Schutthaufen von der ehemaligen Tanzstätte übrig geblieben. Viele fragen sich daher erneut, was aus der riesigen Fläche, die dem Brookmerlander Edeka-Kaufmann Manfred Kurse gehört, wird.
Fläche soll nicht verwildern
Eigentlich war es der Plan Kruses, die Fläche weiterzuverkaufen. Doch er muss sich an die sogenannte Spekulationsfrist halten, bis er das Gelände ohne große Steuerabschläge weiterveräußern kann. Auf Nachfrage der NWZ bekräftigt Kruse nochmals, die Fläche in den kommenden drei Jahren – dann ist die zehnjährige Spekulationsfrist verstrichen – brach liegen zu lassen. Für viele eine Erleichterung: Der Kaufmann möchte aber, dass das Allotria-Areal in den drei Jahren nicht wieder verwildert. „Für die Pflege komme ich natürlich als Eigentümer auf“, so Kruse.
Was dann nach dem Verkauf auf dem Geländes auf dem Grundstück der ehemaligen Diskothek langfristig entstehen wird, ist somit weiterhin unklar. Über ein Begegnungscafé und Wohnmöglichkeiten ist in der Vergangenheit immer wieder diskutiert worden.
