Norden/Aurich - So lange es „wirtschaftlich tragbar ist“ will der Betreiber der Teststation auf dem Real-Parkplatz in Norden, Heiko Gerdes (Offshore Medical Services) diese „am Leben erhalten.“ Was das konkret bedeutet und ab wann die Pforten womöglich schließen, sei zum jetzigen Zeitpunkt ungewiss.

Gerdes werde „von Woche zu Woche“ schauen. Denn die momentane Situation ist alles andere als optimal aus Sicht des Unternehmers. Zum einen sei die Nachfrage stark gesunken, um zirka 25 Prozent in den letzten zwei Wochen. Zum anderen sei die Quote der positiven Fälle momentan auf einem Höchstwert. An manchen Tagen sei etwa jeder dritte Test positiv. Das bedeutet für die Mitarbeiter vor Ort deutlich mehr Arbeit – und die Materialkosten steigen. Derjenige, der bei dem positiv Getesteten den Abstrich genommen hat, muss nämlich sofort die gesamte Schutzkleidung wechseln. Zum anderen müssen die Mitarbeiter ein Formular ausfüllen und dem Gesundheitsamt die entsprechenden Daten weiterleiten.

Ähnlich ist die Situation in Aurich am Kino. Dort betreibt Achim Schröter aus Schortens eine Corona-Drive-In-Teststation. Auch hier sei die Nachfrage in den letzten Tagen gesunken, gerade nach dem Wegfall der 2G- und 3G-Regelung. Allerdings sei die Quote positiver Tests schon seit mehreren Wochen hoch – einen kurzfristigen Anstieg habe er nicht verzeichnen können. Ganz so hoch wie in Norden ist die Quote allerdings nicht. Der Anteil positiver Tests liegt in etwa bei acht bis zehn Prozent, sagte Schröter. Doch auch in Aurich gehen mit den positiven Tests Mehraufwand und höhere Kosten für Materialien einher: „Das ist definitiv ein deutlicher Mehraufwand“, so Schröter. Bis Ende April will Schröter seine Station erst einmal wie gehabt weiterlaufen lassen und dann entscheiden, wie es weitergeht. Über Ostern jedenfalls ist die Station täglich geöffnet.

Aike Sebastian Ruhr
Aike Sebastian Ruhr Ostfriesland-Redaktion/Norden