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Schwerkranke Milla aus Rechtsupweg Alle hoffen, dass die Behandlung endlich anschlägt


Die fünfjährige Milla aus Rechtsupweg ist schwer erkrankt. Trotzdem behält sie sich ihre Lebensfreude bei.
privat

Die fünfjährige Milla aus Rechtsupweg ist schwer erkrankt. Trotzdem behält sie sich ihre Lebensfreude bei.

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Rechtsupweg - Der Gesundheitszustand der fünfjährigen Milla aus Rechtsupweg, die an einer aplastischen Anämie, einer Erkrankung des blutbildenden Systems, leidet, hat sich in den vergangenen Tagen wieder verschlechtert. Seit mittlerweile fünf Wochen ist sie im Krankenhaus Oldenburg, weil die Entzündungswerte „deutlich zu hoch sind“, wie ihr Vater Stefan Witthof auf Anfrage unserer Redaktion sagte. Und ungewiss ist noch immer, ob die vor mittlerweile einem Monat begonnene, neuartige Therapie überhaupt anschlägt: „Die Therapie ist so neu, da gibt es noch keine Vergleichswerte“, so Witthof. Deshalb setzen die Ärzte vorerst die Behandlung fort – und alle hoffen, dass sie anschlägt. Das Problem dabei: Die Zeit drängt.

Antikörper gegen lebensrettende Bluttransfusion

Denn das Leben der Kleinen ist Tag für Tag in Gefahr. Theoretisch könnte es nämlich jederzeit dazu kommen, dass ihr Körper Antikörper gegen die derzeit noch notwendigen Bluttransfusionen bildet. Und sollte die Therapie nicht anschlagen, bliebe als letzte Hoffnung nur noch eine Knochenmarkspende. Und auch hier drängt die Zeit. Denn die aplastische Anämie könnte sich, je länger sie anhält, zu einer Leukämie (Blutkrebs) ausweiten. Szenarien, über die sich Millas Vater derzeit „keine Gedanken machen will.“ Aber sie wissen, wie ernst es um ihre Tochter steht. Er und seine Frau sind aber fest entschlossen, die Krankheit zu besiegen und irgendwann wieder ein normales Leben zu führen. Momentan besteht es nämlich nur aus wochenlangen Aufenthalten im Krankenhaus. Mal ist Millas Vater bei ihr, mal ihre Mutter. Doch langsam zehren die monatelange Behandlung und die ständigen Aufenthalte im Krankenhaus auch an dem Gemütszustand der Fünfjährigen. „Man merkt, dass ihr die Situation langsam auf das Gemüt schlägt“, so Witthof. Sie nehme ihre Medikamente zwar ein, doch es gebe „gute und schlechte Tage.“ Aber Milla werde zunehmend ungeduldig und könne nicht verstehen, warum sie nicht endlich nach Hause dürfe. Und diese Situation wird wohl vorerst noch anhalten. Denn nach wie vor sind die Entzündungswerte im Blut zu hoch und es ist ungewiss, wann sich dies ändert.

Milla muss wieder gesund werden

Trotzdem sind Witthof und Mutter Jessica voller Hoffnung und Zuversicht, zudem sind sie fest entschlossen, dass ihre Tochter wieder gesund wird. Dafür gehen sie auch über ihre eigenen Belastungsgrenzen hinweg: „Wir müssen funktionieren, und das tun wir auch“, so Witthof. Und sie appellieren weiter an alle, sich als Knochenmarkspender typisieren zu lassen. So könnte man nicht nur der schwerkranken Milla helfen, sondern möglicherweise auch ein anderes Leben retten. Alle Informationen darüber finden sich hier.

Aike Sebastian Ruhr
Aike Sebastian Ruhr Ostfriesland-Redaktion/Norden
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