Brookmerland/Filsum - Noch immer fassungslos und den Tränen nahe ist der Vorsitzende des FC Brookmerland Sven Pahlow. Nur schwer schafft er es, die Tränen zurückzuhalten, als er im Gespräch die Vorfälle vom Freitagabend schildert. Es war eigentlich ein ganz normales Pokalspiel, zu dem die Mannschaft nach Filsum gereist war. Bis im Laufe der ersten Halbzeit ein 38-jähriger Spieler „plötzlich und unvorhersehbar“ zusammenbrach und noch auf dem Platz verstarb. „Das kann man sich nicht vorstellen, wie schrecklich das für uns alle war“, so Pahlow. Fünf Minuten vor dem Zusammenbruch hatte der 38-Jährige noch das 1:0 für den FC erzielt, danach eine Chance vergeben und „flachste mit den anderen Mitspielern, als er plötzlich zusammensackte“.
Spieler und Zuschauer leisten Erste Hilfe
Sofort eilten Mitspieler zu Hilfe, auch Spieler von Blau-Weiß Filsum und deren Fans kamen dazu. Sie leisteten Erste Hilfe, versuchten, ihn zu reanimieren und schafften das auch „zwei, drei Mal“, wie Pahlow sagte. Doch trotz aller Bemühungen verstarb der Spieler auf dem Platz. Der 38-Jährige hinterlässt eine Frau und zwei Kinder. Zwei seiner Brüder erlebten das Geschehen auf dem Platz direkt mit, sie wollten Seite an Seite mit dem 38-Jährigen um den Pokal kämpfen.
Fast 30 Jahre Teil des Vereins
Die Fassungslosigkeit und Trauer ist groß: „Er war ein sehr beliebter Spieler, ein guter Freund und toller Mensch“, so Pahlow. Es sei ein „riesiger Verlust“, und dieser sei für alle nur sehr schwer zu verdauen. Am Sonntag hatten sich die Spieler noch einmal getroffen, um über das Geschehene zu sprechen. Davon, es zu verarbeiten, sind sie alle noch „meilenweit“ entfernt. Mit dem Tod des 38-Jährigen geht auch ein großes Stück Vereinsgeschichte verloren, denn im Oktober wäre der Fußballer 30 Jahre beim FC Brookmerland gewesen (der Verein selbst ist 40 Jahre alt). Verstorben ist der 38-Jährige vermutlich an Herztod: „Er war sonst total fit, wohl der fitteste Spieler von uns“, sagte Pahlow. Er habe eine „Pferdelunge“ gehabt und auf dem Platz „immer alles gegeben, ein echter Kämpfer“.
In naher Zukunft will der Verein ein Spendenkonto für die Familie des Verstorbenen einrichten und es soll auch die eine oder andere Trauerfeier geben. Aber unabhängig davon wird der Vorfall wohl auf ewig ein Teil des FC Brookmerland sein – genau wie der 38-jährige Spieler: In den Herzen der Mannschaft und seiner Familie lebt er weiter, hieß es.
