Norden - Es formiert sich ein Widerstand gegen die geplante Schließung des Norder Krankenhauses: Die Norder Grünen wollen die geplante Umwandlung in ein Regionales Gesundheitszentrum nicht kampflos hinnehmen. Deshalb ruft der Vorsitzende der Norder Ortsgruppe der Grünen, Walter F. Zuber, alle Kritiker dieses Vorhabens auf zu einer gemeinsamen Lage-Besprechung am 8. Mai im Mittelhaus Norden um 19.30 Uhr. Es soll unter anderem darum gehen, ob rechtliche Schritte gegen den Landkreis Aurich eingeleitet werden und in welcher Form eine Demonstration in Norden stattfinden soll.
Klage gegen den Landkreis
Zuber selbst ist dabei überzeugt, dass eine Klage gegen den Landkreis Erfolg haben würde: „Aber ich mache das nicht allein“, sagte er. Er will sich mit anderen verbünden und gemeinsam gegen den aus seiner Sicht rechtswidrigen und vertragsbrüchigen Vorstoß der Trägergesellschaft wehren. Allerdings drängt dabei die Zeit, wie Zuber betonte: „Das muss, wenn, dann alles noch im Mai starten.“ Das liegt wohl auch daran, dass die Umwandlung des Krankenhauses möglichst schon zum 1. Juli stattfinden soll. Allerdings ist nicht klar, ob der Zeitplan gehalten werden kann, wie der Geschäftsführer der Trägergesellschaft, Dirk Balster, am Dienstag auf einem Pressegespräch sagte.
Jeder ist eingeladen
Eingeladen zu dem Termin am 8. Mai sind laut Zuber alle Norderinnen und Norder. Zwar wird der Protest gewissermaßen federführend von den Grünen organisiert, doch die eigene politische Orientierung spiele dabei keine Rolle: „Jeder, der darauf besteht, dass das Krankenhaus in Norden bis zur Eröffnung der Zentralklinik weiterbetrieben wird, ist herzlich eingeladen“, so Zuber.
Der erste Widerstand
Und in dieser Form ist die Veranstaltung am 8. Mai auch die bisher einzige Protest-Besprechung, die es in Norden gibt. Zuvor hatte Rainer Feldmann, ehemaliges Mitglied des Auricher Kreistags und Norder Stadtrats (erst FDP, dann parteilos), angekündigt, eine Demonstration organisieren zu wollen. Als er aber von dem Vorhaben der Grünen erfuhr, ruderte er zurück. Allerdings sieht auch Feldmann in dem geplanten Vorhaben der Umwandlung die Verletzung von gesetzlichen Vorgaben und gültigen Beschlüssen.
