Hage - Eine 65-Jährige wurde offenbar in ihrer Wohnung in der Harringastraße in Hage getötet. Das ist der momentane Stand der Ermittlungen, die die Polizei am Dienstag in einer Mitteilung herausgab. Der Leichnam der Frau wies „Spuren von äußerer Gewaltanwendung auf, sodass derzeit von einem Tötungsdelikt ausgegangen wird“, schreibt die Polizei.
Obduktion angeordnet
Aufgefunden wurde die Leiche am Montagvormittag im Zuge einer Notfalltüröffnung. Beim Betreten der Wohnung gegen 11 Uhr fanden Einsatzkräfte dann den Leichnam der Frau vor, ein Notarzt konnte nur noch den Tod der Bewohnerin feststellen. Da zunächst nicht klar war, woran die Frau gestorben ist und eine Fremdeinwirkung nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde eine Obduktion angeordnet. Auch Spezialisten der Spurensicherung kamen zum Einsatz und schritten zur Tat. Am Dienstag lag dann das Ergebnis vor – die Frau starb nicht natürlichen Todes, sie wurde getötet. Die Polizei ermittelt nun in alle Richtungen und bittet Zeugen, die etwas Verdächtiges im Bereich der Harringastraße beobachtet haben, um Hinweis an die Polizei Aurich unter der Telefonnummer 04941 606660.
Polizei auch am Dienstag vor Ort
Die Polizei war auch am Dienstag vor Ort noch im Einsatz, genau wie Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerkes. Auch die Straße war zum Teil noch gesperrt. Warum die Polizei und das THW vor Ort waren, darauf gab eine Sprecherin der Polizeiinspektion auf Nachfrage keine Antwort. Einige Anwohner äußerten sich auf Nachfrage allerdings schon und sprachen davon, dass es am Montag „wie auf einer Autobahn“ zugegangen sei. Feuerwehren, Polizeikräfte, Spurensicherung, Kriminalpolizei und Co. seien vor Ort gewesen und hätten ihre Arbeit verfolgt. Die Verstorbene selbst beschrieben die Anwohner als eine einsam lebende Person, ohne soziale Kontakte.
Und die Anwohner seien von der Todesnachricht selbst überrascht worden: „Ich wunderte mich, was hier auf einmal los ist. Dann fügte sich das Bild aber ja schnell zusammen“, sagte ein Anwohner, der nicht namentlich erwähnt werden möchte. Im Vorfeld habe er aber nichts Verdächtiges beobachtet oder gehört, im Gegenteil: „Alles war ganz normal, bis am Montagmorgen hier die Einsatzfahrzeuge entlangsausten.“
