Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Grundstücksmarkt rund um Norden 28.300 Euro für einen Quadratmeter – Norderney ist mit Abstand am teuersten

Mehrere Häuser mit zahlreichen Ferienwohnungen stehen am Weststrand der Insel Norderney. Werden sie verkauft, gibt es satte Gewinne.

Mehrere Häuser mit zahlreichen Ferienwohnungen stehen am Weststrand der Insel Norderney. Werden sie verkauft, gibt es satte Gewinne.

dpa

Norden - Na, träumen Sie davon, sich ein Häuschen in Norden zu kaufen? Oder wollen Sie Ihr Eigenheim gar veräußern? Sicher ist: Auf dem Immobilienmarkt tut sich viel – und im vergangenen Jahr gab es ein großes Auf und dann auch ein Ab in Sachen Preis und Verkaufszahlen. So geht es aus den aktuellen Zahlen des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Aurich hervor.

Wenige Grundstücksverkäufe

In Norden wurden demnach im vergangenen Jahr „nur“ zehn Bauplätze veräußert, 23 waren es noch im Jahr 2021. Die Durchschnittsgröße lag bei 830 Quadratmetern, im Schnitt 20 Quadratmeter weniger als noch im Vorjahr. Aber: Die kleinen Baugrundstücke waren teurer – der Preis für die Areale inklusive Erschließung lag bei 215 Euro pro Quadratmeter und damit 12 Euro höher als noch im Vorjahr.

Ein Blick auf das Brookmerland zeigt: Hier gab es 47 Veräußerungen (Vorjahr 10), die Grundstücke waren im Schnitt 750 Quadratmeter groß (1000) und kosteten 72 Euro pro Quadratmeter (70). In Hage gab es 29 Verkäufe (18), die Grundstücke waren mit 700 Quadratmetern ebenfalls im Schnitt kleiner als im Vorjahr (870) und auch teurer: 98 Euro pro Quadratmeter statt der 86 im Vorjahr. Den größten Kostensprung gab es in Großheide: Statt 50 Quadratmetern wie noch im Jahr 2021 mussten Häuslebauer plötzlich 95 Euro zahlen. Im Schnitt waren auch hier die Grundstücke wieder kleiner: 950 Quadratmeter statt bisher 1120 Quadratmeter und verkauft wurden fünf Grundstücke (9).

Preissteigerungen bei den Wohnungen

Doch auch Wohnungen waren im Angebot – und auch hier gab es Preissprünge: Im Stadtgebiet von Norden konnten Neubauwohnungen in 2021 noch für 3850 Euro pro Quadratmeter erworben werden, 2022 wurden bereits 4040 Euro fällig, zumindest im errechneten Mittel. Bestehende Wohnungen, also nicht mehr ganz so neu und schick, brachten dem Verkäufer im Durchschnitt 4290 Euro Pro Quadratmeter ein, im Vorjahr gab es nur 3.400 Euro.

Die Inseln – das teure Pflaster

Ein Blick auf den Küstenort Norddeich offenbart: Es geht auch noch teurer, zumindest bei den Ferienwohnungen. Bestehende Ferienbehausungen wurden hier im vergangenen Jahr für 4650 Euro je Quadratmeter veräußert. Im Vorjahr konnten im Schnitt nur 4570 Euro gefordert werden. Auf Juist mussten für bestehende Ferienwohnungen, also keine Neubauten, zwischen 5200 und 17.400 Euro pro Quadratmeter gezahlt werden, im Vorjahr lagen die Preise zwischen 4900 und 14.900 Euro je Quadratmeter. Auf Baltrum gab es auch nur Bestandswohnungen auf dem Markt, sie kosteten zwischen 2400 und 12.900 Euro pro Quadratmeter. Norderney ist sogar noch teurer: Bestandswohnungen für Feriengäste kosteten hier zwischen 7200 und tatsächlich 28.300 Euro je Quadratmeter, im Vorjahr waren es 4300 bis 24.900 Euro. Dass gerade ältere Wohnungen so teuer sind, hat einen Grund: Sie liegen meist viel besser als alle Neubauwohnungen, die noch kommen. Und Lage, so viel ist sicher, entscheidet über den Preis.

Viele auswärtige Käufer

Spannender Aspekt: Es gibt weiterhin einen hohen Anteil an auswärtigen Käufern, die sich vor allem auf den Inseln und den Küstenbereichen einkaufen. Bei ihnen sind vor allem Eigentumswohnungen beliebt. Rund zwei Drittel aller Käufer von Eigentumswohnungen an den Küsten und auf den Inseln in Ostfriesland und Friesland kommen nicht aus der Region. Bei den Einfamilienhäusern liegt dieser Anteil bei aktuell 38 Prozent.

3664 Kaufverträge wurden im Kreis Aurich für Grundstücke und Immobilien geschlossen. Etwas weniger als im Jahr zuvor, doch der Umsatz kann sich sehen lassen.

GEGEN DEN TREND Sattes Umsatzplus bei Grundstücksverkäufen im Kreis Aurich

Anuschka Kramer
Landkreis Aurich
Hausbau im Jahr 2022 im Kreis Leer: Nicht viele Interessenten wagten sich an dieses Abenteuer.

GRUNDSTÜCKSMARKT IM KREIS LEER Kleinere Grundstücke, höhere Preise, weniger Verkäufe

Anuschka Kramer
Landkreis Leer
Der Immobilienmarkt in Ostfriesland war in 2022 sehr schwankend.

IMMOBILIENMARKT-BILANZ FÜR OSTFRIESLAND Haus- und Grundstücksverkäufe bringen Millionen von Euro ein

Anuschka Kramer
Ostfriesland
Anuschka Kramer
Anuschka Kramer Team Nord
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Die Protagonisten vor der Baustelle (v.l.): Kulturamtsleiterin  Christiane Cordes,  EGH-Betriebsleiter Klaus Büscher,  OB Jürgen Krogmann,  Bauleiter Sebastian Rudy und Museumschef  Steffen Wiegmann

UKRAINE-KRIEG TREIBT KOSTEN IN DIE HÖHE Oldenburger Stadtmuseum kostet nun 26,4 Millionen Euro

Thomas Husmann
Oldenburg
Wird als erste Zeugin im Untersuchungsausschuss angehört: Finanz-Staatssekretärin Sabine Tegtmeyer-Dette (Grüne)

SITZUNG MEHRFACH UNTERBROCHEN Untersuchung zur Beförderung in Weils Staatskanzlei beginnt mit Eklat

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Meinung
Am 3. Mai ist Tag der Pressefreiheit.

TAG DER PRESSEFREIHEIT Vom Glück, in einem freien Land zu leben

Ulrich Schönborn
Oldenburg
Auf Borkum wurden Ende April rund 20 Säcke mit bislang unbekanntem Inhalt angeschwemmt.

WAS WURDE ANGESCHWEMMT? Borkumer Drogenfund bleibt ein Rätsel

Axel Pries
Borkum
Symbolbild

UNFALL IN OLDENBURG Angetrunkener Radfahrer von Auto erfasst – schwer verletzt

Oldenburg