Marienhafe/Moorhusen - Im Fall der über Instagram verbreiteten Videos, die Prügeleien unter anderem auf den Schulhöfen der IGS Marienhafe und Moorhusen zeigen, hat die Polizei mehrere Ermittlungserfolge erzielt, wie eine Sprecherin auf Nachfrage mitteilte. Laut dieser konnten zum einen mehrere Personen ermittelt werden, die in den Videos zu sehen sind. In Gesprächen habe sich gezeigt, dass die Personen im Rahmen der Prügelszenen allerdings nicht verletzt wurden und sie wollten auch keine Anzeige erstatten: „Es handelte sich wohl um eine Art TikTok-Challenge (TikTok ist eine Videoplattform und zählt auch zu dem Gesamtbereich Social Media, Anm. d. Red.)“, so die Sprecherin.
Wem gehört der Account?
Darüber hinaus ist es der Polizei gelungen, die Urheber des Instagram-Accounts ausfindig zu machen, über den die Videos verbreitet wurden. Aller Voraussicht nach bleibt diese Handlung aber straffrei, denn die in den Videos gezeigten Personen fühlten sich in ihren Persönlichkeitsrechten nicht verletzt und waren wohl zum Teil mit der Verbreitung einverstanden. Die Ermittlungen in der Sache laufen allerdings weiter, denn bis jetzt konnten nicht alle Personen, die in den Gewaltszenen involviert sind, ausfindig gemacht und befragt werden.
Nur „Schaukämpfe“?
Dass es sich bei den Gewaltvideos allerdings um „Schaukämpfe“ handelt, hatte der Schulleiter der IGS Marienhafe-Moorhusen, Kai Hoop, schon unmittelbar nach Veröffentlichung der Videos in einer ersten Konfrontation mit unserer Redaktion geäußert. Damals hatte er reichlich Kritik für die Aussage in den sozialen Medien geerntet und es waren massive Vorwürfe wegen Mobbings und Gewaltdelikten an der Schule publik geworden.
Diese haben sich zum Teil auch verifizieren lassen und in mehreren Fällen ermittelt auch die Staatsanwaltschaft sowie Polizei. In einem Fall geht es um Anna (Name von der Redaktion geändert), der mehrere Mitschüler aufgelauert und sie heftig verprügelt haben sollen.
