Die Räumung des Dorfes Lützerath für den Kohleabbau, das Erdbeben in der Türkei und in Syrien mit mehr als 50.000 Toten, die verheerenden Waldbrände auf Rhodos, der Überfall der Hamas auf Israel – war das wirklich alles dieses Jahr? Kriege, Naturkatastrophen und Wetterextreme, finanzielle Nöte durch steigende Kosten, der fortschreitende Klimawandel, der Rechtsruck in Deutschland – bei der Recherche für diesen Kommentar zum Jahreswechsel begegneten mir kaum gute Nachrichten. Was soll man über so ein Jahr schreiben? Man könnte an die Politik appellieren, dass sich endlich etwas ändern muss. Man könnte die Leugner auffordern, vor dem Klimawandel nicht die Augen zu verschließen. Man könnte vorausblicken, doch die Prognosen sehen auch für 2024 nicht rosig aus. Ich habe mich gegen all das entschieden. Stattdessen schreibe ich über die Mutmacher, die mir in diesem Jahr begegnet sind. Menschen, die Zuversicht und Optimismus ausstrahlen und nicht nur schwarzmalen. Menschen, die sich für eine wichtige Sache einsetzen und kämpfen. Sei es für den Erhalt eines Krankenhauses, für Tierschutz, für Menschenrechte oder für den Klimaschutz. Lasst uns alle zu Mutmachern werden. 2024 haben wir sogar an 366 Tagen die Chance dazu.
Kommentar zum Jahreswechsel von Marina Folkerts Mutmacher in einer turbulenten Zeit
In Krisenzeiten braucht es Menschen, die Optimismus und Zuversicht ausstrahlen.
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