Leezdorf - Etliche Polizeibeamte sind Anfang Juli mit Bagger und Schaufel auf mehreren Grundstücken in Leezdorf auf die Suche nach Spuren illegaler Müllentsorgung gegangen. Und noch immer liegen die Auswertungsergebnisse der dort entnommenen Proben nicht vor. Den Sprecher der Staatsanwaltschaft Aurich, Jan Wilken, wundert das allerdings nicht. Es sei „ganz normal“, dass Gutachten derart lange auf sich warten ließen: „Das ist nicht ungewöhnlich“, so Wilken. Es handele sich um langwierige Ermittlungen in alle Richtungen.
Grundstücke gehören alle einem Besitzer
Indes wirft der Einsatz des Polizei-Großaufgebotes selbst noch einige Fragen auf. Weder Polizei noch Staatsanwaltschaft gaben Auskunft darüber, um was für eine Art von illegaler Müllentsorgung es sich gehandelt haben könnte. Dabei ist diese Frage von enormer Relevanz, denn theoretisch könnte es sich auch um Giftmüll handeln, der mit jedem verstrichenen Tag die Umwelt zusätzlich belastet.
Sollte sich Verdacht bestätigen, droht Strafe
Auch ließ die Polizei offen, ob vor Ort erste Hinweise auf ein derartiges Vergehen gefunden wurden. Darüber hinaus ist unklar, auf wie vielen Grundstücken genau die Ermittler zur Tat schritten. Allerdings ist sicher, dass die Grundstücke allesamt einem Besitzer zuzuordnen sind. Und fest steht auch, dass die Staatsanwaltschaft erst die Anklageschrift vorbereiten und letztlich Anklage erheben kann, wenn das Gutachten den Verdacht der illegalen Müllentsorgung bestätigt. Sollte das der Fall sein, droht dem Verursacher eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe.
