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Mädchen aus Rechtsupweg schwer erkrankt Rückschläge für die Familie der fünfjährigen Milla – aber auch eine große Hoffnung

Die fünfjährige Milla aus Rechtsupweg ist an aplastischer Anämie erkrankt – und seit Wochen im Krankenhaus.

Die fünfjährige Milla aus Rechtsupweg ist an aplastischer Anämie erkrankt – und seit Wochen im Krankenhaus.

privat

Rechtsupweg - Vier Wochen lang ist die fünfjährige Milla aus Rechtsupweg mit ihrer Mutter Jessica mittlerweile schon im Krankenhaus – denn das junge Mädchen litt an einer Entzündung und heftigen Fieberschüben: „Teilweise bis zu 42 Grad“, sagte ihr Vater Stefan Withof im Gespräch mit unserer Redaktion. Seit etwa vier bis fünf Tagen ist das Fieber bekämpft, doch die Entzündungswerte sind noch überdurchschnittlich hoch. Wann die Kleine aus dem Krankenhaus zurückkommt, ist offen. Stefan und Jessica hoffen, dass binnen zwei Wochen die Entzündungswerte soweit zurückgegangen sind, dass die eigentliche Therapie starten kann. Denn in diese setzen die Eltern große Hoffnung.

Suche nach Spender

Ziel der Therapie ist, die aplastische Anämie, eine Erkrankung, bei der das Knochenmark zu wenig Blutzellen bildet, zu bekämpfen. Ob das klappt ist allerdings noch völlig offen. Bei vergleichbaren Patienten habe die Therapie allerdings große Wirkung gezeigt: „Wir setzen große Hoffnung darein“, so Withof.

Selbst nach Wochen im Krankenhaus ist Milla fast immer gut gelaunt.

Selbst nach Wochen im Krankenhaus ist Milla fast immer gut gelaunt.

Parallel zu der Hoffnung auf die Therapie hatten Millas Eltern nach einem geeigneten Knochenmarkspender gesucht. Es gab mehrere Typisierungsaktionen, doch bislang ohne Erfolg. Noch immer ist kein passender Spender gefunden. Deshalb appelliert Withof an jeden Einzelnen: „Lasst euch typisieren“, bittet er. Informationen über Milla und ihre Situation sowie rund um ein kostenloses Registrierungsset kann man hier finden. Falls die Therapie nämlich nicht anschlägt, wird ein Spender benötigt. Solange die Krankheit nicht bekämpft ist, droht die Gefahr, dass sie sich zu Blutkrebs weiterentwickelt.

„Müssen zurückstecken“

Aufgeben ist für die Eltern trotz der schwierigen Situation und der vielen schlechten Nachrichten keine Option: „Die Kinder brauchen uns“, so Withof. Und damit meint er nicht nur Tochter Milla, sondern auch seinen Sohn. Dieser kommt aufgrund von Millas Erkrankung oft zu kurz, daher versucht Withof dies durch gemeinsame Zeit auszugleichen. Für ihn selbst oder die Eltern als Paar ist allerdings seit Monaten keine Zeit mehr: „Wir müssen zurückstecken und das machen wir selbstverständlich auch gern“, so Withof. Es gebe schon bald wieder bessere Zeiten – und bis dahin müssten sie durchhalten.

Durchhalten muss auch Milla – wobei dem jungen Mädchen die Situation „überhaupt nicht schwerfällt“, wie Withof sagte. Es sei „bewundernswert“, wie sie mit der Erkrankung und den zahllosen Krankenhausaufenthalten, Blutspenden, Injektionen und Co. umgehe: „Sie geht von uns allen am allerbesten damit um“, so Withof.

Pflegekräfte betreuen

Im Krankenhaus würden sich die Pflegekräfte schon um die Betreuung der Kleinen reißen: „Jeder will sich um sie kümmern, sie hat so eine Lebensfreude“, so Withof voller Stolz. Und auch der gemeinsame Sohn Jason meistere die Situation „vorbildhaft“, obgleich sie für ihn auch schwierig ist. Denn er darf seine Schwester im Krankenhaus nicht besuchen, zu groß ist die Gefahr, dass Milla sich mit irgendetwas ansteckt.

Daher bleibt nur ein Videoanruf. Aber dass er sie schon bald wieder in die Arme schließen kann, davon ist er fest überzeugt: „Die Therapie wird klappen und die Krankheit auch nicht zurückkehren“, murmelte er während des Telefonats mit seinem Vater in den Hörer.

Aike Sebastian Ruhr
Aike Sebastian Ruhr Ostfriesland-Redaktion/Norden
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