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Reederei will neue Fähre anbieten Hafenbetreiber erklärt, wie viele Schiffe noch in Norddeich abgefertigt werden können

Blick über den Osthafen in Norddeich: Der Anleger der Norderney-Fähren von Frisia (links) und sogenannte Crew Transfer Vessels für die Offshore-Versorgung (Hintergrund) belegen viel Platz. Für den Sommer 2023 hat sich mit „Meine Fähre“ ein neuer Mitbewerber für die Anbindung nach Norderney ankündigt.

Blick über den Osthafen in Norddeich: Der Anleger der Norderney-Fähren von Frisia (links) und sogenannte Crew Transfer Vessels für die Offshore-Versorgung (Hintergrund) belegen viel Platz. Für den Sommer 2023 hat sich mit „Meine Fähre“ ein neuer Mitbewerber für die Anbindung nach Norderney ankündigt.

Arne Haschen

Norden - Wie viel Platz hat der Norddeicher Hafen noch für neue Anbieter im Fährbereich? Nachdem sich mit der Reederei „Meine Fähre“ ein Mitbewerber für Norden-Frisia und Töwerland-Express ab 2023 angekündigt hat, haben wir beim Hafenbetreiber Niedersachsen Ports (NPorts) nachgefragt. Denn Platz steht in Deutschlands drittgrößtem Personenfährhafen, der auch als Offshore-Versorgungshafen wichtig ist, nur begrenzt zur Verfügung.

Volle Fähren der Reederei Norden-Frisia: Das Unternehmen soll im kommenden Jahr Konkurrenz durch den neuen Anbieter „Meine Fähre“ bekommen, die eine Regelverbindung nach Norderney planen.

REGELVERKEHR FÜR PENDLER UND TOURISTEN Neue Reederei will Fährverbindung nach Norderney anbieten

Arne Haschen
Norden

Hafen ist im Sommer stark ausgelastet

Dass Norddeich als Hafen wächst, bestätigt NPorts mit Zahlen: 16.000 Schiffsankünfte wurden in 2021 registriert, im ersten Halbjahr 2022 waren es demnach bereits 9000 Ankünfte. Wie genau sich der Schiffsverkehr auf Personen- oder Frachtfähren, Fischer, Freizeitboote sowie Offshore-Versorgung aufteilt, könne „aus Rücksicht auf unsere Kundeninteressen“ nicht mitgeteilt werden, so NPorts. Aufgrund von Faktoren wie den Tidenhub oder Logistikplanungen seitens der Kunden könnten Schiffsverkehre auch nicht langfristig verbindlich geplant werden – grundsätzlich ist Norddeich als Inselversorgungshafen durch den Tourismus im Sommer aber „deutlich mehr ausgelastet“, hieß es auf Anfrage.

„Meine Fähre“ nur für Frachtverkehr?

Norddeich in Zahlen

Der Hafen Norddeich ist nach Auskunft des Wirtschaftsministeriums der er größte Personenfährhafen in Niedersachsen – und der drittgrößte in Deutschland. Der Standort hat ein Umschlagvolumen von 500.000 Tonnen Gütern pro Jahr und zählt mehr als 2,5 Millionen Passagiere. Im Schnitt sind das rund 20.000 Schiffsbewegungen.

Von Norddeich aus werden zudem die Offshore-Parks Alpha Ventus, Borkum´Riffgrund 1 und 2, Godewind 1 und 2, Nordsee One und Deutsche Bucht versorgt.

Kapazitäten für die Reederei „Meine Fähre“ gebe es am Standort aber in Form einer Rampe, über die der Güterumschlag erfolgen kann – denn Personenverkehr, wie unter anderem auf Facebook angekündigt wurde, war bislang nicht Teil der Gespräche, wie NPorts-Sprecherin Dörte Schmitz bestätigte. Einen Liegeplatz an der Mole in Norddeich sei deshalb noch nicht berücksichtigt worden. In Sachen Warenverkehr habe die Reederei demnach „ein Logistik-Konzept präsentiert, das eine (Zwischen-)Lagerung von Waren und Gütern außerhalb des Hafens Norddeich berücksichtigt.“ Denn der Norddeicher Hafen selbst könne aufgrund seiner Beschaffenheit nicht vergrößert werden, sowohl auf Wasser- wie auch auf Landseite. Schmitz: „Daher verfolgt NPorts für Norddeich das Konzept, den Hafen von innen heraus zu optimieren.“

Pläne von „Meine Fähre“ unbekannt

Wie bereits am Mittwoch berichtet, will die Reederei „Meine Fähre“ zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Details zum geplanten Angebot im Sommer kommenden Jahres preisgeben. Die noch im Bau befindliche Fähre werde aber „Passagiere und Fahrzeuge befördern können“, hieß es auf Anfrage. Wie die Wege und Logistik im Hafen Norddeich dafür konkret aussehen werden, bleibt derzeit offen.

Norden - Wie viel Platz hat der Norddeicher Hafen noch für neue Anbieter im Fährbereich? Nachdem sich mit der Reederei „Meine Fähre“ ein Mitbewerber für Norden-Frisia und Töwerland-Express ab 2023 angekündigt hat, haben wir beim Hafenbetreiber Niedersachsen Ports (NPorts) nachgefragt. Denn Platz steht in Deutschlands drittgrößtem Personenfährhafen, der auch als Offshore-Versorgungshafen wichtig ist, nur begrenzt zur Verfügung.

Volle Fähren der Reederei Norden-Frisia: Das Unternehmen soll im kommenden Jahr Konkurrenz durch den neuen Anbieter „Meine Fähre“ bekommen, die eine Regelverbindung nach Norderney planen.

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Arne Haschen
Norden

Hafen ist im Sommer stark ausgelastet

Dass Norddeich als Hafen wächst, bestätigt NPorts mit Zahlen: 16.000 Schiffsankünfte wurden in 2021 registriert, im ersten Halbjahr 2022 waren es demnach bereits 9000 Ankünfte. Wie genau sich der Schiffsverkehr auf Personen- oder Frachtfähren, Fischer, Freizeitboote sowie Offshore-Versorgung aufteilt, könne „aus Rücksicht auf unsere Kundeninteressen“ nicht mitgeteilt werden, so NPorts. Aufgrund von Faktoren wie den Tidenhub oder Logistikplanungen seitens der Kunden könnten Schiffsverkehre auch nicht langfristig verbindlich geplant werden – grundsätzlich ist Norddeich als Inselversorgungshafen durch den Tourismus im Sommer aber „deutlich mehr ausgelastet“, hieß es auf Anfrage.

„Meine Fähre“ nur für Frachtverkehr?

Norddeich in Zahlen

Der Hafen Norddeich ist nach Auskunft des Wirtschaftsministeriums der er größte Personenfährhafen in Niedersachsen – und der drittgrößte in Deutschland. Der Standort hat ein Umschlagvolumen von 500.000 Tonnen Gütern pro Jahr und zählt mehr als 2,5 Millionen Passagiere. Im Schnitt sind das rund 20.000 Schiffsbewegungen.

Von Norddeich aus werden zudem die Offshore-Parks Alpha Ventus, Borkum´Riffgrund 1 und 2, Godewind 1 und 2, Nordsee One und Deutsche Bucht versorgt.

Kapazitäten für die Reederei „Meine Fähre“ gebe es am Standort aber in Form einer Rampe, über die der Güterumschlag erfolgen kann – denn Personenverkehr, wie unter anderem auf Facebook angekündigt wurde, war bislang nicht Teil der Gespräche, wie NPorts-Sprecherin Dörte Schmitz bestätigte. Einen Liegeplatz an der Mole in Norddeich sei deshalb noch nicht berücksichtigt worden. In Sachen Warenverkehr habe die Reederei demnach „ein Logistik-Konzept präsentiert, das eine (Zwischen-)Lagerung von Waren und Gütern außerhalb des Hafens Norddeich berücksichtigt.“ Denn der Norddeicher Hafen selbst könne aufgrund seiner Beschaffenheit nicht vergrößert werden, sowohl auf Wasser- wie auch auf Landseite. Schmitz: „Daher verfolgt NPorts für Norddeich das Konzept, den Hafen von innen heraus zu optimieren.“

Pläne von „Meine Fähre“ unbekannt

Wie bereits am Mittwoch berichtet, will die Reederei „Meine Fähre“ zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Details zum geplanten Angebot im Sommer kommenden Jahres preisgeben. Die noch im Bau befindliche Fähre werde aber „Passagiere und Fahrzeuge befördern können“, hieß es auf Anfrage. Wie die Wege und Logistik im Hafen Norddeich dafür konkret aussehen werden, bleibt derzeit offen.

Arne Haschen
Arne Haschen Digitalteam Wesermarsch
Arne Haschen
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