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NWZonline.de Region Ostfriesland Landkreis Aurich Norden

Tomtes Hof in Norden: Ein Bauernhof der etwas anderen Art

18.06.2021

Norden Etwas außerhalb von Norden, umringt von grünen Feldern liegt ein Bauernhof, mit dem Namen „Tomtes Hof“. Aber klassische Landwirtschaft wird hier seit Jahren nicht mehr betrieben. Stattdessen kommen auf diesen Begegnungshof Menschen, Kinder als auch Erwachsene, die Probleme mit der Gesellschaft haben. Doch auch die Tiere leben hier auf eine besondere Art und Weise.

„Tomtes Hof ist ein Hof, der erstmal anmutet wie ein Bauernhof. Aber es geht nicht um Landwirtschaft, sondern um die Natur und den Lebensraum Bauernhof, den wir für pädagogische Arbeit nutzen“, sagt Biologin und Mitbegründerin der gemeinnützigen Einrichtung Dr. Juliane Marliani. Dabei arbeitet der 2005 gegründete Verein im Auftrag des Jugend- und Sozialamtes und stellt ambulante Angebote. So kommen dort Menschen hin, die in der Vergangenheit viele Erfahrungen mit Scheitern gehabt und viel negative Resonanz in der Gesellschaft bekommen haben. „Auch Kinder wie aus dem Film Systemsprenger haben wir schon hier gehabt“, sagt Sozialpädagogin Sina Rogall.

Integration in die Gesellschaft

Auf dem Hof sollen diese Menschen erkennen, dass sie so wie sie sind, in Ordnung sind. Weiter geht es darum, „zu gucken, wie kann ich mich mit den Eigenheiten und Besonderheiten, die ich habe, so verhalten, dass ich in der Gesellschaft gut klarkomme“, sagt Marliani. Als Beispiel nimmt die Biologin eine Person, die keine Berührungen mag. „Ich kann mich natürlich dazu zwingen, es zuzulassen, weil das normal ist. Ich kann aber auch Artikulieren, dass ich das nicht möchte. Wir plädieren eher für die zweite Möglichkeit, weil wir der Meinung sind, dass erstmal jeder richtig ist, so wie er ist“, sagt Marliani weiter.

Für das Sozialamt bietet die Einrichtung zum Beispiel eine Eingliederungshilfe an. Menschen, die aus verschiedenen Gründen zurzeit nicht im ersten Arbeitsmarkt sein können, aber es auf lange Sicht gerne wieder möchten, können sich auf dem Hof in verschiedenen Bereichen ausprobieren. „Die Menschen sind zum Teil schon mehrere Jahre aus dem ersten Arbeitsmarkt raus und haben Probleme mit Tagesstrukturen“, sagt Marliani. Je nach dem Interesse gibt es die Möglichkeit, sich unter anderem im Bereich Tierpflege, Gartenarbeit oder der Landwirtschaft zu versuchen.

Artgemäße Tierhaltung

Bei den Kindern ist es das Ziel, Sozialkompetenz zu vermitteln. Dabei begleiten die Kinder die täglich anfallenden Arbeiten, wie aktuell die Schafschur. „Da gucken wir zu oder verarbeiten die Wolle dann weiter“, sagt Rogall. Die Sozialpädagogin probiert auch gerne Sachen aus, wie zum Beispiel das Färben der Wolle mit Hilfe von Solar-Energie. Währenddessen erklärt sie den Kindern, wie genau das funktioniert. Allerdings spielen auch die Tiere auf dem Hof eine wichtige Rolle. Darunter finden sich kranke und behinderte Tiere, die entgegen dem allgemeinen Denken nicht von der Gruppe ausgestoßen werden. „Es ist schön, die Tiere zu beobachten, wie sie sich in die Gemeinschaft integrieren und sich ein Tier verhält, das nicht ganz so ist, wie die anderen“, sagt Rogall.

Die Tiere selbst leben dabei nach artgemäßer Tierhaltung, wie es Marliani sagt. So wird auf dem Hof unter anderem auf eine offene Stallhaltung gesetzt, damit die Tiere selbstständig entscheiden können, wann sie im Stall und wann draußen sein wollen. Ebenfalls sollen die Tiere in Herden leben können, also nicht in Einzelboxen. „Der Komfort der Tiere steht im Vordergrund“, sagt Rogall. Auch der Kontakt mit den Menschen wird den Tieren überlassen. „Wir können zu den Tieren gehen und dann sehen was passiert. Entweder interessieren sie sich für uns oder nicht. Das ist dann aber auch in Ordnung“, sagt die Biologin. Dabei steht eines immer im Mittelpunkt: „Das Miteinander, nicht nur das menschliche, sondern auch das tierische“, sagt Marliani.

Weitere Informationen zur Einrichtung und anderen Angeboten und Kursen gibt es auf der Internetseite von Tomtes Hof.

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Soeke Heykes Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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