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NWZonline.de Region Ostfriesland Landkreis Aurich Norden

Wut und Verzweiflung: Beschäftigte der Norder Klinik gehen bei Corona-Bonus komplett leer aus

10.11.2022

Norden Schlechte Nachrichten für Pflegekräfte des Norder Krankenhauses: Sie gehen beim diesjährigen Corona-Bonus der Bundesregierung leer aus. Anders als die Krankenhausstandorte Emden und Aurich erfüllt der Norder Standort die Anforderungen für die Auszahlung des Corona-Bonus nicht. Diese sehen vor, dass nur Krankenhäuser von den insgesamt 500 Millionen Euro profitieren, in denen 2021 zehn oder mehr Corona-Patienten länger als 48 Stunden lang beatmet wurden. In Norden waren es neun. Das heißt: Weil ein Corona-Patient „zu wenig“ in Norden stationär behandelt worden ist, gibt es für alle Pflegekräfte vor Ort keinerlei Bonus.

Unverständnis und Wut

Das sorgt vor Ort für Unmut – aber auch Wut und Verzweiflung und Unverständnis, wie der Geschäftsführer der Trägergesellschaft, Heiko Goldenstein, im Gespräch mit unserer Redaktion bestätigte. Und auch er ist mit der „Art und Weise“, wie in diesem Jahr der Corona-Bonus ausgestaltet wurde, nicht einverstanden. Zum einen kritisiert Goldenstein, dass pauschal von mindestens zehn Corona-Patienten die Rede ist. Dabei werde aber der jeweilige Personalschlüssel nicht in Relation gesetzt. Zehn Patienten in Norden oder zehn in der Medizinischen Hochschule Hannover seien zwei völlig verschiedene Paar Schuhe. Zum anderen ist in diesem Jahr auch genau geregelt, wer in welcher Weise von dem Bonus profitieren soll. Und da heißt es beispielsweise, dass nur Pflegekräfte berücksichtigt werden dürfen. Reinigungskräfte, die die Zimmer von Corona-Patienten säubern, oder Mitarbeiter am Empfang und Co. gehen deshalb leer aus. Aber auch alle Pflegekräfte, die beispielsweise in der Notfallambulanz arbeiten, profitieren kaum oder gar nicht. Denn dieser Bereich ist abrechnungstechnisch als Funktionsbereich gekennzeichnet - und die Mitarbeiter dort angestellt.

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Aber für Funktionsbereiche ist kein Geld vorgesehen: „Und wir dürfen und können das auch nicht umgehen“, so Goldenstein. Denn sie müssten die Auszahlung genau nachweisen. Theoretisch könnte der Arbeitgeber aber auch selbst einen Corona-Bonus auf den Weg bringen, doch davon ist Goldenstein nicht angetan - obgleich „jeder Mitarbeiter einen Bonus verdient hätte“, wie er klarstellt. Doch das sei nicht finanzierbar: „Da geht es direkt um mehrere Millionen Euro.“ Denn schon jetzt bleibt am Jahresende in den Kliniken in Norden, Emden und Aurich ein zweistelliges Millionen-Defizit.

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Aike Sebastian Ruhr Redakteur / Redaktion Norden
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