Norden - Ausgenutzt, belogen und betrogen fühlen sich Christina und Bernd Petermann aus Norden – der Grund: Sie wurden um rund 3000 Euro betrogen. Von Mietern, denen die Familie „aus Mitleid“ ein Obdach bot: „Wir wollten ihnen in ihrer Not helfen. Sie gaben an, hier hochgezogen zu sein und dann von ihrem Vermieter betrogen worden zu sein. Sie hätten schon die erste Miete und Kaution für die neue Wohnung bezahlt und der Vermieter sei dann plötzlich auf und davon“, gibt das Ehepaar Petermann die Geschichte wieder, die die säumigen Ex-Mieter ihnen aufgetischt habe.
„Und dann taten die uns so leid, dass wir ihnen unsere Ferienwohnung zur Verfügung stellten, weit bevor wir eigentlich wieder vermieten wollten“, so die Eheleute.
750 Euro vor dem Einzug
Und am Anfang hatte das Ehepaar Petermann auch ein gutes Gefühl, denn die ehemaligen Mieter zahlten die Hälfte der vereinbarten Monatsmiete in Höhe von 1500 Euro schon vor dem Einzug. Doch das war das erste und einzige Mal, wo Geld an das Ehepaar Petermann geflossen ist, wie sich später rausstellen sollte. Laut Bernd Petermann wurden sie immer wieder vertröstet. Mal habe die Karte nicht funktioniert, mal sei ein Bankberater nicht da gewesen, mal sei das Kind krank gewesen und mal habe die Mutter länger arbeiten müssen. So entstanden Mietrückstände in Höhe von rund 3000 Euro. Insgesamt lebte die dreiköpfige Familie mehr als zwei Monate in der Wohnung, bis sie dann auszogen. Hinterlassen haben sie eine Wohnung, die zahlreiche Schäden aufweist. Das Schlafzimmer wurde völlig umgestaltet, die Wände sind zum Teil beschädigt, Betten zerstört und eine Sofalehne ist abgebrochen. Zudem sind deutliche Schimmelflecken in den Bädern sichtbar.
Streit um Schimmel
Während Familie Petermann den ehemaligen Mietern die Schuld daran gibt und auf mangelndes Lüften verweist, behaupten die ehemaligen Mieter, dass genau diese schimmeligen Flecken der Grund gewesen sind für die nicht gezahlte Miete: „Mein Sohn ist lungenkrank, seitdem er ein Baby ist und wir haben da in einer schimmeligen Wohnung leben müssen“, hieß es im Gespräch. Die säumigen Mieter hätten mittlerweile auch das Jugendamt eingeschaltet wegen der unhaltbaren Wohnzustände, zudem wolle sie sich einen Anwalt suchen und gegen Familie Petermann klagen.
Die beiden Eheleute Petermann wiederum haben Strafanzeige bei der Polizei gestellt – und sind nun dabei, die Schäden in der Wohnung zu beheben. Und sie warnen andere Vermieter der Region vor den „Machenschaften“ der Familie – und sind offenbar nicht die einzigen, die schlechte Erfahrungen mit ihnen gemacht haben.
