Norden - Freie Parkplätze in Norddeich sind, besonders in der Sommersaison, ein rares Gut. Nicht nur deshalb hatte die Verwaltung bereits im Juni einen rund 230.000 Euro teuren Lückenschluss auf dem städtischen Großparkplatz vor dem Ocean Wave angestrebt und dabei auch mit den zu erwartenden Mehreinnahmen argumentiert. Der Entwurf war im Umwelt- und Verkehrsausschuss jedoch abgelehnt worden – unter anderem, weil man darin eine weitere Förderung des Massentourismus sowie neue Versiegelung von Flächen sah. Jetzt versucht es der zuständige Fachdienst Umwelt und Verkehr noch einmal und legt den Entwurf erneut zur Abstimmung im Fachausschuss vor – in der Hoffnung, bestehendes Baurecht jetzt auch anwenden zu dürfen.
Ausbau ist nur ein Lückenschluss
„Es geht dabei grundsätzlich nur um einen Lückenschluss“, betonte Fachdienstleiter Bernd Kumstel gegenüber unserer Redaktion. Es solle lediglich ein brachliegender, hinterer Teil des genannten Großparkplatzes ausgebaut werden – kein neues Projekt oder ein neues Verfahren angestoßen werden. „Aus unserer Sicht war das eigentlich ein Selbstläufer“, so Kumstel, der vom Widerstand der Ratsmitglieder überrascht worden war. „Denn die Gelder für den Restausbau sind auch da.“
So soll der Lückenschluss künftig aussehen: Ein Entwurf des Fachdienstes Umwelt und Verkehr. Bild: Stadt Norden
Keine Plätze für Dauerparker
Man habe sich jetzt aber „aufs Wesentliche konzentriert“ und auch den strittigen Punkt von Langzeitparkern ins Auge gefasst: „Es wird dort kein Langzeitparken geben, das ist alles StVO-konform und deshalb auch keine Konkurrenz zum naheliegenden Campingplatz“, erklärte Kumstel weiter. Weil die Verwaltung eine Baustelle im Sommer vermeiden will, hatte man im Juni gehofft, in diesem November mit den notwendigen Arbeiten beginnen zu können. Das werde sich dann jetzt um genau ein Jahr – vorausgesetzt, dem neuen Entwurf wird zugestimmt – verschieben, so der Fachdienstleiter weiter, weil der Winter als Zeitrahmen für derartige Baumaßnahmen ungeeignet sei. „Das würde dann erst im Herbst 2023 etwas werden.“
