Landkreis Aurich - Autobahnen soweit das Auge reicht – das Ruhrgebiet scheint für jemanden, für den das Auto mehr als nur bloßes Fortbewegungsmittel ist, wie geschaffen zu sein. Trotzdem zieht es den Dortmunder TV-Tuner und YouTube-Star Sidney Hoffmann nun samt seiner gut laufenden Werkstatt „Sidney Industries“ ins beschauliche Ostfriesland. Genauer gesagt in den Landkreis Aurich. „Ich bin ja gebürtig aus Aurich. Seitdem unsere beiden Kinder auf der Welt sind, sind wir oft bei Oma und Opa an der Küste. Sidney hat dadurch die Region eigentlich erst so richtig kennen und lieben gelernt“, berichtet die Frau des Pott-Originals, Lea Hoffmann, im Gespräch mit unserer Redaktion. Lea Hoffmann wird dem ein oder anderen Fernseh- beziehungsweise Radiokonsumenten unter ihrem „Mädchennamen“ Rosenboom ebenfalls ein Begriff sein. Sie moderierte jahrelang für den Lokalsender Sat1 NRW und Radio FFN.
„Für mich war damals nach der Schule schnell klar, dass ich in die Weite Welt möchte. Ich dachte, in Ostfriesland ist mir einfach zu wenig los. Doch mittlerweile sehe ich das ganz anders. Sidney und ich fragten uns nach den Besuchen bei meinen Eltern immer wieder, warum wir nicht einfach hier bleiben. Die Ruhe, das herzliche Miteinander – das hat man so nicht in der Stadt “, schwärmt Lea Hoffmann, die sich zwischen Umzugskartons und Hausarbeit kurz Zeit für ein Telefonat nimmt. Zudem sei Ostfriesland landschaftlich einfach wunderschön, so die 33-Jährige. Gerade eine ostfriesische Tradition habe es ihrem Mann sehr angetan, so die Fernsehfrau. „Die Teekultur liebt Sidney. Das Beisammen sitzen, das Kuchen essen und bequatschen, was man macht, bevor man sich in wenigen Stunden wieder sieht – das ist irgendwo auch ein Wert, den wir an unsere Kinder weitergeben möchten“, sagt Hoffmann glücklich.
Losgehen soll der Umzug bereits im November. „Ganz genau sagen, wann wir einziehen werden, kann ich natürlich noch nicht. Aber das Haus ist bereits gekauft und Weihnachten wollen wir definitiv bereits in Ostfriesland feiern.“
Der Tuner und PS-Profi Sidney Hoffmann sitzt vor seinem RWB-Porsche. Bald könnte er diese exklusiven Sportwagen auch in Ostfriesland bauen.
Felix Kästle/dpaRWB–Porsche bald auch aus Ostfriesland?
Da die Hoffmanns nicht nur eine Wohn-, sondern auch eine Gewerbeimmobilie für „Sidney Industries“ brauchen, drängt sich da natürlich auch die Frage auf: „Wann können Fans und Kunden ihre Autos von Sidney in Ostfriesland umbauen lassen?“
Lea Hoffmann kann da noch nicht konkret werden, wie sie sagt. „Da aber Sidneys langjähriger Freund und Schrauberkollege Pedro mit nach Ostfriesland zieht, können sich alle sicher sein, dass es auf jeden Fall mit der Firma weitergeht“. Das Autoveredeln, „so nennt es Sidney lieber“, sagt Lea, wird also für den Dortmunder an der Küste weiterhin mehr als nur ein Hobby sein. Und wer weiß, vielleicht wird es so in Zukunft auch mal einen Rauh-Welt-Begriff-Porsche (RWB) mit ostfriesischem Bauhintergrund geben. Schließlich ist „Sidney Industries“ offizieller Deutschland-Standort der begehrten und exklusiven Breitbau-Porsche.
„Bis es aber mit der Firma im Norden weitergeht, können sich alle Kunden sicher sein, dass der Dortmunder Standort weiterhin geöffnet bleibt“, so Lea Hoffmann.
Rückkehr in die Medien–Branche?
Doch was ist mit ihrer beruflichen Zukunft? Kann sich die gebürtige Auricherin mit dem Umzug in die alte Heimat eine Rückkehr in die Medien-Branche vorstellen? „Ich möchte mich weiterhin auf meine Mutterrolle fokussieren. Man wird mich also nicht so schnell wieder in einem Studio oder einer Redaktion sehen“, sagt Hoffmann schmunzelnd. Sie ergänzt: „Denn, wenn man ehrlich ist, ist es schwer mit einem guten Familienleben vereinbar, wenn beide Ehepartner ihre Karrieren immer weiter vorantreiben“, so die Mutter zweier Jungen.
