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Millionenschwere Entscheidung Sanierung oder Neubau? Norder BBS-Gebäude stellt Landkreis vor Herausforderung

Die Norder BBS: Hier muss ein Gebäude, in dem sich Werkstätten und Praxisräume befinden, dringend modernisiert werden.

Die Norder BBS: Hier muss ein Gebäude, in dem sich Werkstätten und Praxisräume befinden, dringend modernisiert werden.

Marina Folkerts

Norden - Es ist das Gebäude E/M, dass Schulleiter Volker Cammans seit Jahren die Sorgenfalten auf die Stirn treibt. Denn dieser Abschnitt der Norder BBS (Conerus-Schule) entspricht inzwischen weder den baulichen noch den schulischen Anforderungen. Und auch brandschutztechnisch müssten hier jede Menge Maßnahmen umgesetzt werden. Im Kreisausschuss für Schulen, Sport und Kultur am Montagnachmittag sind die Mängel ausführlich erläutert worden. Der Landkreis Aurich steht vor der Entscheidung: Soll hier im Bestand noch einmal modernisiert werden oder wird das Gebäude abgerissen und neu gebaut? So oder so muss der Schulträger viel Geld für die Berufsbildende Schule in die Hand nehmen – und das bei einer ohnehin äußerst angespannten Haushaltslage. Doch die gute Nachricht vorweg: Die Auricher BBS würde der Norder Schule „den Vortritt“ lassen. Denn an der Auricher Einrichtung sollte eigentlich das B-Gebäude angepackt werden, doch die Kreisverwaltung sieht die Maßnahme in Norden in der Priorität vor der Sanierung in Aurich – und dafür zeigte die Schule offenbar auch Verständnis.

Weitere Probleme auf dem Gelände

Im Gebäude E/M der Conerus-Schule sind die Werkstätten für die Bereiche Elektrotechnik, Metallbau und Zimmerei untergebracht. Eine bloße Instandhaltung komme nicht infrage, machte Architektin Ulrike Däßler vom Norder Büro urbano deutlich: „Man müsste hier intensiv eingreifen“, betonte sie. Grob überschlagen läge man bei Sanierung und Modernisierung bei acht Millionen Euro. Die Probleme im Gebäude selbst könnten so behoben werden, doch andere Baustellen auf dem Schulgelände nicht. Denn nicht nur die Parkplatzsituation ist angespannt und Sperrbereiche werden regelmäßig zugeparkt, auch gibt es keine ausreichenden und gut einsehbaren Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und es fehlt eine Durchwegung für die Feuerwehr. Ebenfalls gravierend: Bei Starkregen steht der gesamte Innenhof unter Wasser, teils läuft dieses auch ins Gebäude. „Das alles könnte durch einen Neubau gelöst werden“, so Däßler. Dieser würde etwas kleiner ausfallen, als das bisherige Gebäude, sodass nicht nur weitere Parkflächen, sondern auch die wichtige Durchfahrt für die Feuerwehr entstehen könnte. Um das Bauwerk ist die Installation von Fahrradständern vorgesehen – gut einsehbar und somit auch diebstahlgeschützter als bisher.

Kosten bei fast 13 Millionen Euro

Fast 13 Millionen Euro könnte das Projekt kosten. „Wir haben jetzt die Chance, hier nicht weiteres Flickwerk zu machen, sondern nach den Bedarfen zu gehen und der Verzahnung zwischen Theorie und Praxis auch gerecht zu werden“, betonte der Schulleiter. Es sei gleichzeitig die Chance, das gesamte Gelände anzupacken und nicht nur die Symptome zu beseitigen, sondern die Ursache. Im Kreishaushalt für 2025 müsste die Maßnahme eingeplant werden, ausgeschrieben werden müsste europaweit. Die Sanierungsmaßnahme an der BBS Aurich, die zirka zehn Millionen Euro kosten soll, würde dann ab dem Jahr 2028 erfolgen können.

Insgesamt rund 1300 Schüler besuchen die Norder BBS, zirka 420 würden von den Maßnahmen direkt profitieren. Denn genutzt werden die Räume sowohl von Berufsfachschulen, als auch für die Berufsorientierung oder für Flüchtlingsbeschulung.

Marina Folkerts
Marina Folkerts Ostfriesland-Redaktion/Norden
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